Landkreis Kulmbach Zweijähriger läuft aus Kita und ertrinkt

, aktualisiert am 20.07.2021 - 17:44 Uhr
Ein Dachschild mit der Aufschrift "Notarzt" ist auf einem Einsatzwagen angebracht. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild/dpa

Ein Zweijähriger kommt im Landkreis Kulmbach auf  tragische Weise ums Leben. Wie er aufs Nachbargrundstück und dort in ein Schwimmbecken gelangen konnte, ist ein Rätsel.

Ludwigschorgast - Große Trauer in der kleinen Gemeinde Ludwigschorgast im Landkreis Kulmbach. Am Dienstagmittag ertrank dort ein Zweijähriger, nachdem er sich unbemerkt vom Kindergarten aus in Richtung Nachbargrundstück davon gemacht hatte und dort in ein Schwimmbecken gefallen war.

Wie die Polizei mitteilte, bemerkten Zeugen den leblosen Jungen in dem Becken und wählten den Notruf. Gefunden hatten ihn Kinder aus der Mittagsbetreuung der Einrichtung, die sich im Rahmen einer Suchaktion mit den Erzieherinnen und weiteren Privatpersonen  umgehend auf die Suche gemacht hatten. Ersthelfer von Feuerwehr und Rettungsdienst versuchten den Buben zu reanimieren – ohne Erfolg. Er starb wenig später auf der Intensivstation der Bayreuther Kinderklinik.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Junge auf dem Nachbargrundstück auf noch ungeklärte Weise in das anderthalb Meter tiefe Becken geraten. Was genau passiert ist, werden erst die Ermittlungen der Kriminalpolizei zutage fördern. In der knapp 1000-Seelen-Gemeinde Ludwigschorgast herrschte am Nachmittag pures Entsetzen. Während die Eltern des verstorbenen Kindes von Seelsorgern psychologisch betreut wurde, konnte Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani die Tränen nicht zurückhalten: „Es ist entsetzlich und unerklärlich“, sagte sie in einer ersten Stellungnahme. Insbesondere sei völlig unverständlich, wie der Bub auf das von Zaun und Büschen umgebene Nachbargrundstück gelangen konnte. Die Mitarbeiter des Kingartens seien am Boden zerstört, so die Bürgermeisterin. Erst am Wochenende war die für 1,4 Millionen Euro  renovierte Kindertagesstätte im Rahmen einer großen Feierstunde mit vielen Gästen und fröhlichen Kindern eingeweiht worden. Nur drei Tage später wurde die Freude von unfassbarem Schmerz abgelöst.

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