Anklage erhoben Emtmannsberg: Bank-Vorstand soll 1,7 Millionen Euro veruntreut haben

Symbolbild: Veruntreuung Foto: red

Ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Emtmannsberg (Landkreis Bayreuth) hat durch Kassenentnahmen und Falschbuchungen über 1,7 Millionen abgezweigt. Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelt wegen Untreue.

Hof/Bayreuth/Emtmannsberg - Mehr als 1,7 Millionen Euro soll ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Emtmannsberg im Landkreis Bayreuth abgezweigt haben. Die Staatsanwaltschaft Hof hat deshalb am 27. Januar Anklage wegen Untreue gegen den 51-Jährigen und dessen 46-jährigen Bekannten erhoben. Das geht aus einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft vom Dienstag hervor.

Der 51-Jährige nutzte seit mindestens Anfang 2015 seine Stellung als Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank aus. So entnahm er sich wiederholt unberechtigt Gelder der Bank für eigene Zwecke. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen zweigte er bis zu seiner Festnahme im Juni 2019 durch Kassenentnahmen und Falschbuchungen insgesamt 1.761.400 Euro ab, die er größtenteils zur Finanzierung zweier Immobilien und seiner Lebenshaltungskosten verwendete. Einen Teilbetrag der veruntreuten Gelder in Höhe von 224.900 Euro gab er an seinen Bekannten, einen Geschäftsmann aus Bayreuth weiter.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 51-Jährigen Untreue in 38 Fällen vor, gegen den 46-jährigen Geschäftsmann wird wegen Geldwäsche in sechs Fällen ermittelt.

 
 

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