Diese kuriose Entscheidung brachte De’Mon Brooks um die reelle Chance, zum wertvollsten Spieler (MVP) der Partie gewählt zu werden. Schließlich wies das offizielle Scouting den nachnominierten Power Forward von Medi Bayreuth mit 34 Punkten als Topscorer aus. Einziger Konkurrent wäre im Falle eines internationalen Sieges wahrscheinlich Javonte Green gewesen. Der Ulmer, der das Finale des Dunking-Wettbewerbs gegen Austin Hollins (Vechta) verloren hatte, sammelte seine 29 Zähler auf stilistisch noch etwas anspruchsvollere Weise. Nach dem Sieg der nationalen Auswahl musste jedoch ein deutscher Spieler ausgezeichnet werden. Es traf Ismet Akpinar (Ulm), der neben 22 Punkten noch zehn Assists vorweisen konnte und vor allem den entscheidenden Dreier beim Shootout verwandelte. Aussichtsreichster Mitbewerber dürfte Yorman Polas Bartolo (Bonn) gewesen sein, der auf 28 Punkte kam (13/17 Würfe) und 27 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit per Dreier zum Endstand ausgeglichen hatte.