Was während der zurückliegenden Monate geblieben sei, war das Spiel der Orgel. "Das war das einzige Lebenszeichen der Kirche nach dem Lockdown", so Reitenspieß. Bis zu sechs Mal habe er pro Woche bei offener Kirchentür gespielt. Meist eher als öffentliches Üben. Mittlerweile hätten sich der Mittwochabend, 18.30 Uhr, in der Spitalkirche und der Sonntagmittag (11 Uhr) in der Petrikirche als "Musikalische Gebetszeiten" etabliert, auch während der Ferienzeit. Nicht nur die Kulmbacher selbst, auch viele Besucher der Stadt treten ein, lauschen ein wenig den Klängen und gehen wieder. Genauso sei das auch gewollt. "Man muss halt Fantasie mitbringen", stellt der Kantor fest.