"Das Klinikum Kulmbach befindet sich einschließlich seiner Fachklinik Stadtsteinach auf einem hervorragenden Kurs.“ Diese Feststellung traf Landrat Klaus Peter Söllner in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Zweckverbandes Klinikum. Das Gremium hat am Freitag den Wirtschafts- mit dem Vermögens- und Erfolgsplan 2016 einstimmig verabschiedet.

Im Vermögensplan sind für dieses Jahr 12,7 Millionen Euro an Investitionen eingeplant. Dabei wird der Neubau der Parkgarage allein 5,5 Millionen Euro verschlingen. Das Haushaltsvolumen beträgt insgesamt 136 Millionen Euro. Der Erfolgsplan schließt mit Erträgen und Aufwendungen mit  123 Millionen Euro ab und der Vermögensplan in den Einnahmen und Ausgaben mit 12, 9 Millionen Euro. „Das sind Zahlen, die den Landkreis vor Neid erblassen lassen“, so Söllner. Dabei habe man den Höchststand noch nicht erreicht: „Der Wirtschaftsplan wird in den nächsten Jahren noch höher liegen.“

Im Stellenplan 2016 sind 1092 Stellen ausgewiesen. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber 2015 um 32,75 Planstellen. Insgesamt sind am Klinikum mit der Fachklinik derzeit rund 1450 Bedienstete beschäftigt. Damit sei das Klinikum weiterhin größter Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb in der Region, so Söllner. Derzeit befänden sich 77 Menschen in Ausbildung, davon 71 in der Krankenpflege.

Im Vermögensplan ist neben dem Neubau der Parkgarage, die nach den Worten von Söllner noch in diesem Jahr fertiggestellt wird, die Erstellung eines Interimsbettengebäudes mit 90 Betten vorgesehen. Die Inbetriebnahme ist für Februar 2017 geplant. Durch den im Rahmen eines ersten Bauabschnitts des 9. Bauabschnittes geplanten Neubau Süd werden bestehende Bettenzimmer wegfallen. Um Belegungseinbrüche zu vermeiden, werden die wegfallenden Bettenzimmer durch dieses Interimsbettengebäude mit 90 Betten in 18 Dreibett- und 18 Zweibettzimmern kompensiert. Das Interimsgebäude entsteht auf dem Vorplatz parallel zum Haupteingang und wird mit Mauerdurchbrüchen an die westlichen Bettenstationen angedockt und von dort aus mit versorgt. Söllner: „Das Gebäude ist nicht förderfähig, muss also komplett aus Eigenmitteln erstellt werden und die Kosten liegen voraussichtlich bei 3,8 Millionen Euro.“

Bei den Aufwendungen bilden die Löhne und Gehälter mit 56,9 Millionen Euro und der medizinische Bedarf mit 20,9 Millionen Euro die größten Posten. Geschäftsführerin Brigitte Angermann: „Das Klinikum Kulmbach steht demnach weiterhin sehr gut da. Dies ist auch Ausdruck der hervorragenden Arbeitsleistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen. Eine finanzielle Belastung für die Verbandsmitglieder Stadt und Landkreis Kulmbach ist daher weiterhin nicht nötig, da alle Investitionen aus Eigenmitteln finanziert werden können.“

Oberbürgermeister Henry Schramm freute sich, dass das neue Parkhaus – „Es wurde lange verhindert!“ – die Situation entschärfen hilft. Die Einplanung eines weiteren Bauabschnittes in das Jahreskrankenhausbauprogramm wertete Schramm als eine sehr positive Sache, ebenso die Motivation aller Mitarbeiter, die umfangreichen Baumaßnahmen am Klinikum mitzutragen. Ein Erfolgsmodell sei auch das Stipendienprogramm, für das sich stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann stark gemacht hätte.