Pädagogisches Geschick gefragt
„Unser Ziel ist es, dass die jungen Musiker wissen, was sie in der Kirche tun, und zwar weit über das Beherrschen des Instruments hinaus“, sagt Fuhr. Dazu werden noch Kenntnisse der Kirchenmusikgeschichte und der Wissenschaft von den christlichen Hymnen (Hymnologie) verlangt. Ein nebenamtlichen Kirchenmusiker wird man ergo nicht einfach so. Aber: Fuhr muss auch pädagogisches Geschick als Ausbilder und eben auch als Prüfer beweisen. Niemanden, vor allem den Kirchengemeinden nützt es kaum etwas, wenn beispielsweise die „kleine“ Prüfung eine so hohe Hürde darstellt, dass man sie nur schlecht überwindet. Fuhr weiß: Es ist immerhin eine Nebenbeschäftigung, der man nachgeht, „das sind keine Berufsmusiker“. Er muss die Balance finden zwischen einem echten Wissenstest und seiner Machbarkeit , erklärt er. „Die kleine Prüfung ist vor allem darauf angelegt, die Prüflinge dazu zu motivieren, weiterzumachen.“