Internationale Gäste Bayreuther sollen Türen öffnen

Symbolfoto: Alexandra Wey/KEYSTONE

BAYREUTH. Seit acht Jahren betreiben die Stadt und die Universität Bayreuth gemeinsam das Projekt „Bayreuther öffnen ihre Türen“. Der Impuls für das Jahr 2019 wurde am Montag beim Auftakt im Iwalewahaus gegeben.

Die Grundidee: Bayreuther können Menschen aus anderen Ländern und Kulturen kennenlernen. Und ausländische Gastwissenschaftler und Studenten machen sich außerhalb des Campus mit Stadt und Region vertraut. Universitätspräsident Prof. Stefan Leible begrüßte eine Reihe von Gästen und Mitstreitern. Denn auch der Internationale Club für die Universität Bayreuth, der Internationale Zirkel und Bunt statt Braun arbeiten eng mit ausländischen Menschen zusammen. Sie sind meistens allein und neu in der Stadt und suchen Kontakt.

Uni-Präsident ist überzeugt

Leible freute sich, dass sie von einer Vielzahl von ehrenamtlich engagierten Menschen freundlich aufgenommen werden. Auch das Internationale Büro an der Universität Bayreuth, das es seit zehn Jahren gibt, unterstütze Forscher und Lehrende aus dem Ausland und vermittle Auslandsaufenthalte. Der Campus und die Stadt könnten sich wechselseitig inspirieren und kreativ und offen zusammenarbeiten. „Was wir Gutes tun, können wir hinaustragen in die Stadt“, stellte Leible fest.

Die vorhandenen Organisationen seien „ein gutes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement“ in der Stadt Bayreuth, sagte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe. So könne der Zusammenhalt in der Stadt gestärkt werden. Neue Freundschaften würden geknüpft und dazu beitragen, die Stadt noch aufgeschlossener und toleranter zu machen. „Bayreuth ist eine weltoffene und heitere Stadt, die fest in Europa verankert ist“, sagte Merk-Erbe. „Durch unsere Unternehmen und die Universität sind wir internationaler und jünger geworden.“ Der kulturelle Austausch stärke das gemeinsame Fundament. Aus dem Nebeneinander könne ein Miteinander und respektvolles Zusammenleben werden.

Interkulturelle Freundschaften entstehen

Eine Welcome-Party – die feiert der Internationale Club schon lange, wie Vorsitzende Mavie Schäfer ausführte. Der Club, der 1976 von Claudia Hofmann gegründet wurde, nahm sich bereits kurz nach der Gründung der Universität der ausländischen Wissenschaftler und ihrer Familien an. Feste Bausteine sind neben dem Willkommensfest Wanderungen, Sommerfeste, Ausflüge und Deutsch-Kurse. „Dabei sind schon viele interkulturelle Freundschaften entstanden, die durchaus nicht einseitig sein müssen“, sagte Mavie Schäfer.

Besonders stark für ausländische Gastwissenschaftler setzte sich Johannes Holz-Koberg in den vergangenen Jahren ein. Dafür ernannte ihn Leible nun zum Ehren-Mentor. Holz-Koberg ist damit einer von zirka 80 Mentoren, die rund 200 Gäste in dem Programm unterstützten. Seit 2011 knüpft der Ingenieur regelmäßig Kontakte zu den internationalen Gästen der Universität. „Meine Frau meinte, das wäre etwas für mich“, erzählt er. Und so wurde es ihm im Ruhestand tatsächlich nicht langweilig. Er betreute eine Chemikerin aus Madagaskar, Physikerinnen aus Mexiko und Sevilla, Materialwissenschaftler und Kristallographen aus Brasilien oder China. „Mit den meisten stehen wir noch regelmäßig in Kontakt“, sagt Hannes Holz-Koberg über seine „Patenkinder“. Viele schöne Erinnerungen hat er an die gemeinsamen Ausflüge und appelliert an die Bayreuther: „Macht mit, ihr könnt dabei nur gewinnen.“


Info: Das International Office der Uni stellt Kontakte zu internationalen Gästen her, Telefon: 09 21/55 53 18.

 
 

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