In Kulmbach CSU-Fraktion fordert ein Nahwärme-Netz

Redaktion
So könnte es aussehen: Die dicken Wärmerohre des Nahwärmenetzes Willersdorf bei Forchheim verschwinden im Boden. Foto: red/Edgar Pfrogner

Mit Nahwärme will die CSU-Stadtratsfraktion den Klimaschutz im Stadtgebiet Kulmbach voranbringen. Erneuerbare Energien sollen die Wärme erzeugen.

Kulmbach - Die CSU-Stadtratsfraktion setzt sich für die zeitnahe Umsetzung eines Nahwärmenetzes im Stadtgebiet Kulmbach ein, das teilt die Fraktion in einem Schreiben mit. Dazu solle in der Stadt Kulmbach definiert werden, in welchen Bereichen ein Wärmenetz aus regenerativen Energien möglich ist und die relevanten Akteure zusammengeführt werden. Unter anderem stehen nach Ansicht der CSU-Fraktion mit den Stadtwerken, der Energieagentur Nordbayern und weiteren Unternehmen der Region, kompetente Partner eines derartigen zukunftsweisenden Projektes bereit. Die Umsetzung könnte über eine Nahwärmegenossenschaft mit Bürgerbeteiligung erfolgen, so der Vorschlag der CSU.

„Um im Sinne des notwendigen Klimaschutzes den Ausstoß von CO2 zu reduzieren, müssen wir, Kommunen und Bürger, in vielerlei Hinsicht aktiv vorangehen“, heißt es in der Mitteilung. Ein Nahwärmenetz, gespeist durch regenerative Energie, könne in Kulmbach dazu einen wichtigen Beitrag leisten und biete viele Vorteile für die Bürger. Ein solches Netzt sei zukunftssicherer und in der Regel günstiger und wartungsärmer als eine Öl- oder Gasheizung. Zudem sei der Wärmepreis unabhängig von steigenden Preise der fossilen Energieträger. Daneben fördere die Nahwärmeversorgung den regionalen Wirtschaftskreislauf, weil das Geld für Heizenergie in der Region verbleibt. Die angeschlossenen Immobilien würden zudem im Wert steigen und die Mitglieder einer Nahwärmegenossenschaft hätten Einfluss auf die Gestaltung des Wärmepreises.

Als mögliches Gebiet für ein Nahwärmenetz bietet sich aus Sicht der CSU unter anderem der Stadtteil Blaich an. Dort seien für die nächsten Jahre etliche neue Wohneinheiten geplant, die neben den bestehenden Gebäuden infrage kommen. Neben den konkreten Planungen der Baugenossenschaft Kulmbach wären sowohl die Städtebau Kulmbach Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft als auch viele Privatpersonen der Blaich grundsätzliche Interessenten. Hier sollte nach Ansicht der CSU-Stadtratsfraktion eine erste Initiative stattfinden. Ein ganzer Stadtteil könnte zukunftsfähig gemacht werden, die Kosten würden sich aufteilen, betont die Fraktion.

Im Landkreis Kulmbach werden bereits in Marktschorgast und in Heinersreuth (Presseck) Nahwärmenetze erfolgreich betrieben. Von diesen Erfahrungen könne man profitieren. Die CSU-Stadtratsfraktion werde sich mit Nachdruck dafür starkmachen, dass ein die regenerative Nahwärmeversorgung auch in Kulmbach Einzug hält und dies auch in den Stadtrat einbringen. red

 

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