Eck hatte auf Angaben des Staatlichen Bauamtes verwiesen. Diese hätten den Schluss zugelassen, dass es sich bei dem Verkehr auf der B85 bei Heinersreuth um sogenannten Ziel- und Quellverkehr handle, also um Fahrzeuge, die Heinersreuth entweder zum Ziel- oder Startpunkt hätten. Gote sagt, das Staatliche Bauamt habe ihr versichert, dass das nicht stimmt. Weil Zahlen dazu überhaupt nicht erhoben worden seien. Gegenüber dem Kurier wollte sich das Staatliche Bauamt dazu nicht äußern. Daraufhin hatte Gote im Landtag weiter nachgehakt.

Jetzt spricht Innenminister Joachim Herrmann von einem Missverständnis. Mit Ziel- und Quellverkehr sei in Ecks Antwort der gesamte Verkehr zwischen Bayreuth und Kulmbach gemeint gewesen. Und der Grund für dieses  Missverständnis liege in der Fragestellung der Landtagsabgeordneten, sagt Herrmann. Von Aussagen des Staatlichen Bauamtes ist jetzt keine Rede mehr. Gote, die die Bundesstraße zur Staatsstraße machen und zwischen Bayreuth und der A70 für den Schwerlastverkehr sperren will, spricht von Ausreden und einer Frechheit.

Staatssekretär Eck nutzte den angeblich hausgemachten Heinersreuther Verkehr als Begründung dafür, der Forderung nach einer Abstufung der B85 zur Staatsstraße eine Absage zu erteilen. Weil man Anliegern nicht die Zufahrt verweigern könne. Und auch Innenminister Herrmann schreibt den Verkehr in Heinersreuth immernoch zu 36 Prozent und damit im Wesentlichen den Heinersreuthern selbst zu. Das belege ein Gutachten aus dem Jahr 1998. "Das also noch aus der Zeit vor dem Ausbau der Autobahn stammt, sagt Gote. Seitdem habe die B85 an Bedeutung eingebüßt. Die Staatsregierung verneint das.

Für Ende des Jahres ist in Heinersreuth eine neue Verkehrszählung angekündigt. Gote sagt: "Unsere Forderung ist jetzt, dass dann auch endlich aktuelle Zahlen dazu erhoben werden, wieviele Lastwagen Heinersreuth tatsächlich als Start- oder Zielpunkt haben."

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