Hollfeld Bürgerspital als Herausforderung

Gerhard Leikam
Es gilt als Leuchtturmprojekt der Hollfelder Stadtsanierung – das Bartholomäus-Spital. Foto: Gerhard Leikam

Die Tourist-Information soll hier eine Heimat finden, zudem ein Bürgertreff: Der Stadtrat Hollfeld hat jetzt den Beschluss zur Sanierung des Spitalgebäudes gefasst.

Der Beschluss zur Durchführung der Sanierung des Spital-Gebäudes wurde in der jüngsten Stadtratssitzung einstimmig gefasst. Somit kann die Sanierung bis voraussichtlich 2024 durchgeführt werden.

Das Architekturbüro aus Berlin, das 2019 den Ideenwettbewerb gewonnen hatte und die Baudurchführung übernehmen sollte, hatte im Vorfeld den Auftrag allerdings zurückgegeben. Der Auftrag wurde im Zuge einer neuen Ausschreibung im Rahmen eines VgV-Verfahrens (Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge) an das Architekturbüro Eichhorn und Partner aus Coburg vergeben.

Verschiedene Bauphasen

Diplom-Geografin Claudia Sauer zeigte anlässlich der jüngsten Stadtratssitzung nochmals die einzelnen Schritte von der Bauphase eins bis vier auf. Hier wurden bereits bei den Planeingabe die drei Säulen Fremdenverkehr, Genuss und Bürgerschaft mit vorgegeben Ab Phase fünf werden nun die beiden neuen Architekten Marcel Eberth und Architekt Thomas Eck einsteigen und die Arbeit fortsetzen. Bernhard Bauernschmitt sicherte zu, dass die Planunterlagen beim Landratsamt zur Genehmigung eingereicht sind und bis Ende Oktober vorliegen werden.

Marcel Eberth ist das Objekt Spitalgebäude Hollfeld nicht unbekannt. Bereits im Jahre 2017 hatte er mit anderen Studenten aus Weimar das Spital kennengelernt Er bezeichnete das Gebäude als ein „schönes denkmalgeschütztes Gebäude, das erhalten und saniert werden muss“. Das Büro Eichhorn und Partner hat sich auf kommunale Sanierungsprojekte spezialisiert. Marcel Eberth stellte aber auch heraus, dass das Spital für ihn und seinen Architekten Thomas Eck „eine Herausforderung“ darstellt. Das Büro Eichhorn besteht seit 35 Jahren und wird seit fünf Jahren von Marcel Ebert geleitet. Insgesamt sind dort acht Architekten tätig, die sich auf Sanierungen von alten Gebäuden spezialisiert haben.

Kostenfrage noch offen

Auf die Frage bezüglich der Kosten konnte Eberth noch keine Aussagen machen. Er Sicherte zu, dass er in den nächsten Monaten eine Ausschreibung mit mehreren Gewerken im Block tätigen wird. Hier wird er rund 80 Prozent der voraussichtlich anfallenden Kosten ermitteln. Danach wird dem Stadtrat eine grobe Kostenschätzung vorgelegt. Als nächstes wird man eine Abstimmung mit der Denkmalpflege anstreben. Architekt Eberth sicherte zu, dass neben den Erhalt des Denkmals an sich auch die Kirche in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleibt. Auf die Frage von Edgar Hollfelder, wie lange die Bauzeit eingeplant ist, konnte Eberth klarstellen, dass die Bauzeit bis 2024 dauern wird. Eine Verlängerung sei aber natürlich ohne weiteres möglich, da es sich eben um ein Baudenkmal handelt.

 

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