Hochbrücken-Bau ab 2020 Industriegebiet: Wirtschaft fürchtet Staus

Auch das Unternehmen Basell in der Weiherstraße in Bayreuth ist auf gute Erreichbarkeit von Lastwagen angewiesen. Foto: Ralf Münch

BAYREUTH. Durch den geplanten Abriss und den Neubau der Hochbrücke in Bayreuth wird es zu Einschränkungen für den Wirtschaftsverkehr vor allem im Industriegebiet St. Georgen kommen. So lautete das Fazit einer Infoveranstaltung der IHK für Oberfranken Bayreuth, zu der 90 Gäste gekommen waren.

Die Baumaßnahme, die von 2020 bis 2023 laufen wird, werde ganz Oberfranken betreffen, sagte IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner. Große Unternehmen mit Produktionsbetrieben, der Handel sowie Mitarbeiter, die zur Arbeit ins Industriegebiet St. Georgen pendeln müssen, seien von der Maßnahme betroffen.

Umleitung über Bindlacher Allee

Thomas Pfeifer, Leiter der Dienststelle Bayreuth der Autobahndirektion Nordbayern, erläuterte das 92 Millionen Euro teure Vorhaben. Die Hochbrücke aus dem Jahr 1972 müsse wegen ihres schlechten Zustands erneuert werden. Je nach Bauphase wird die Anschlussstelle Bayreuth-Nord offen bleiben oder auch gesperrt werden. In der Dieselstraße soll eine Behelfseinfahrt auf die A 9 eingerichtet werden. Am kritischsten werde die Bauphase 3 mit dem Abbruch der Hauptbrücke sein, die drei Monate dauern soll, erläuterte Michael Probst von der Autobahndirektion. Der Haupt-Umleitungsverkehr soll zweistreifig durch den Kreisel, die Bindlacher Allee, die sogenannte Baywa-Kreuzung über die Bindlacher Straße und die Weiherstraße Richtung Grüner Baum geführt werden, berichtete sein Kollege Stefan Schricker. Die A 9 werde zweimal voll gesperrt: Einmal von Freitagabend bis Montagfrüh und einmal zwölf Stunden.

Was ist mit Parkplätzen?

Alfred Dörfler von der BAT fragte nach, wie es bei der Umleitung mit dem beidseitigen Parken in der Weiherstraße sein wird. Es werde Halteverbote geben, erläuterte Schricker. Alle drei Minuten verlasse ein Lastwagen das Werksgelände in der Weiherstraße oder fahre auf das Areal, berichtete Günter Sachs-Weingärtner von Basell. Pfeifer sagte, in den ersten zwei Jahren der Bauzeit werde die Beanspruchung der Weiherstraße durch den Umleitungsverkehr relativ gering sein. Konkretes sollte separat besprochen werden, schlug Pfeifer vor. 2020 sollten „Vorwegmaßnahmen“ auf der Hochbrücke betrieben werden, diese würden auf den Verkehr kaum Auswirkungen haben.

Und der Schleichverkehr?

Christiane Fräbel von Tennet sagte, die mehr als 1000 Mitarbeiter in der Bernecker Straße hätten heute schon Probleme beim Ein- und Ausfahren. Der Schleichverkehr werde sicherlich zunehmen, warnte sie. Das Umleitungskonzept betreffe hauptsächlich das Industriegebiet, erläuterte Pfeifer. Er versicherte, die Bedenken ernst zu nehmen.

 

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