Gute halbe Million Euro Expert Jakob investiert in Standort Bayreuth

Peter (links) und Christian Jakob investieren in ihren Elektronikmarkt in Bayreuth gut eine halbe Million Euro. ⋌Foto: Stefan Schreibelmayer

BAYREUTH. „Wenn man seinen Laden fünf Jahre lang nicht modernisiert, dann sieht er einfach alt aus“, sagt Peter Jakob. Und deshalb investiert der Unternehmer gerade eine gute halbe Million Euro in den Stammsitz seines Elektronik-Fachhandels in der Bindlacher Straße. Zusammen mit den fünf anderen Standorten sind es für die vergangenen Monate sogar deutlich über eine Million Euro, ergänzt sein Sohn und Mit-Geschäftsführer Christian.

Ein neues LED-Beleuchtungskonzept, neue Fußböden, neue Farbgestaltung, neuer Eingangsbereich – das sind nur einige der Neuerungen in Bayreuth, die bei laufendem Betrieb umgesetzt wurden und noch werden. Auch außen soll das 1992 direkt an der Autobahn entstandene Gebäude neu gestaltet werden, doch stehen für einen Teil der Maßnahmen die Genehmigungen der Behörden aus.

Kein Produkt am alten Platz

Bereits fertig ist der rund 1600 Quadratmeter große Verkaufsraum. „Hier steht kein Produkt mehr an seinem alten Platz“, sagt Peter Jakob. Was mit der technischen Entwicklung ebenso zu tun habe wie mit den sich ändernden Vorlieben der Kunden. „Fernseher werden immer größer und flacher zugleich. Da brauchen sie keine tiefen Regale mehr, aber viel Wandfläche. Smartphones sind immer noch der Renner – die müssen sie entsprechend edel präsentieren. CDs gibt es dagegen kaum noch, weil die Leute ihre Musik heute streamen“, nennen die Jakobs einige Beispiele. Aber auch andere Aspekte sind zu berücksichtigen. Etwa, dass mit der Renovierung der Sanitärräume auch in der Herrentoilette eine Wickelmöglichkeit für Säuglinge eingebaut wird. „Auch da ändern sich die Zeiten gewaltig“, sagt Peter Jakob.

Insgesamt 9000 Quadratmeter Verkaufsfläche

Doch nicht nur dort. Schließlich hat die Jakob-Gruppe, die eigenständig unter dem Dach der Fachhandelskooperation Expert agiert, nicht mehr viel mit der kleinen Firma zu tun, die Peter Jakobs Eltern 1946 in Meyernberg gründeten. „Damals gab es 24 Quadratmeter Verkaufsfläche, heute haben wir in unseren sechs Märkten gut 9000“, rechnet Christian Jakob vor.

Sechs Standorte

Einen zweiten Standort in Hof hat das Unternehmen schon länger. Auch hier würden die Jakobs gern investieren und in die geplante Galerie in der Innenstadt ziehen. Doch hakt es dort noch bei den grundsätzlichen Planungen. 2015 kamen per Übernahme Hallstadt, Lichtenfels und Kronach dazu. Ende 2018 wagten sich die Jakobs dann erstmals aus Oberfranken heraus und richteten eine weitere Filiale in einem neuen Einkaufszentrum in Höchstadt an der Aisch in Mittelfranken ein.

Mehr als 220 Mitarbeiter

Erweiterungen, die sich natürlich auch auf die Zahl der Mitarbeiter ausgewirkt haben. „Wir sind jetzt bei mehr als 220, davon gut 30 Auszubildende“, sagt Peter Jakob sichtlich stolz. Den Jahresumsatz beziffert er auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrage. „Bei allerdings zum Teil sehr geringer Handelsmarge“, wie er betont. Größe, die aus Sicht der beiden Jakobs vor allem Vorteile hat. Weil es Preisvorteile beim Einkauf gebe, die man an die Kunden weitergeben und angesichts des immer härter werdenden Wettbewerbs vor allem durch das Internet auch weitergeben müsse. „Wir müssen uns und unsere Preise heute bundesweit, wenn nicht weltweit vergleichen lassen“, sagt Christian Jakob.

Bayreuth gut ausgelastet

Außerdem werde so die zentrale Werkstatt in Bayreuth mit ihren Serviceangeboten gut ausgelastet. Gleiches gelte für die zentrale Verwaltung, die ebenfalls in Bayreuth angesiedelt ist. Rund 70 Mitarbeiter werden alleine hier beschäftigt. „Wir haben so wichtige Effizienzgewinne“, sagen die Jakobs, die nicht die einzigen Familienmitglieder im Unternehmen sind: Auch Peter Jakobs Schwester und seine Tochter wirken mit. Und seine Mutter hat mit 96 Jahren noch immer Prokura. Alles ändert sich dann doch nicht in einem Familienunternehmen.

 

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