Schreckliche Szenen spielten sich am Mittwochabend auf dem US-Truppenübungsplatz in Grafenwöhr in der Oberpfalz ab. Bei einer Großübung der US-Armee am Truppenübungsplatz Grafenwöhr sind sechs Fallschirmspringer zum Teil schwer verletzt worden. Statt auf einer Wiese landeten sie im Wald und verfingen sich in zehn Meter hohen Bäumen.

Insgesamt befanden sich rund 170 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr, der Bergrettung sowie der Polizei vor Ort. Unterstützt wurden sie dabei von einem Rettungshubschrauber aus Nürnberg und zwei Hubschraubern der Bayerischen Polizei.

Zunächst war die Lage für die Einsatzkräfte sehr unübersichtlich. "Wir wussten nicht,  wie viele Menschen verletzt sind und wie schwer und mussten das Gebiet komplett absuchen", sagte Jürgen Meyer, Leiter der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz. Zusätzlichen Zeitdruck machte die eintretende Dunkelheit und das herannahende Unwetter mit Starkregen, Wind und Gewitter.  Die Rettung zog sich in der Dunkelheit mehrere Stunden hin. Auch ein Feuerwehrmann wurde im Einsatz schwer verletzt.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, war das nicht der erste Zwischenfall mit US-Fallschirmjägern in Grafenwöhr. 2015 wurden mehr als 30 Soldaten schwer verletzt, die mit 1500 Kameraden gleichzeitig über dem Truppenübungsplatz abgsprungen waren. 2017 gab es einen Millionenschaden bei einem  benachbarten Übungsplatz in Hohenfels. Ein US-Soldat hatte Fallschirme sabotiert, die Fahrzeuge zu Boden bringen sollten.