Wer hätte das noch gedacht? Ländergrenzen machen auch vor den Grenzland-Filmtagen in Selb nicht Halt: Eine kirgisische Filmcrew scheitert am Ausreiseverbot. Am Filmtagesonntag, nach einem ausgiebigen, vom Team vorbereiteten Frühstück, wurden die begehrten Preise verliehen. Vor Ort war auch das Team von „Mitera“, das den Zuki-Publikumspreis in der Kategorie „Bester Kinderfilm“ erhielt. „Das Publikum ist die größte und ehrlichste Jury der Welt“, sagte Vereinsvorsitzende Kerstin Fröber. Das Publikum wählte auf die ersten Plätze in der Kategorie Kurzfilm „Curl“, „Lang lebe der Fischfriedhof“ als mittellangen Spielfilm sowie „God’s Gift“ als Spielfilm. Den Publikums-Preis in der Kategorie „Dokumentarfilm“ gewann „Wenn der Nebel kommt“. Der Nachwuchsfilmpreis wird in Kooperation mit der Sparkasse Hochfranken vergeben und ging an „Auf Sand gebaut“. Gerührt nahm Holger Borggrefe, Regisseur von „Einmal richtig“, den Indie-Award der Independent Filmakademie Fichtelgebirge, gestiftet von Probau Massivhaus, entgegen. Der Hauptpreis der Grenzland-Filmtage, gefördert von der Stadt Selb, ging an „It’s fine“ – eine Produktion aus Russland und Georgien. Eine besonders lobende Erwähnung sprach die Jury dem besten Spielfilm „God’s Gift“ aus Kirgisistan aus. Den Produzenten war es nicht möglich, zu den Grenzland-Filmtagen zu reisen und die Preise entgegen zu nehmen. Visa wurden nicht erteilt, eine Ausreise war ihnen somit nicht möglich.