„Mit dem Dorfgemeinschaftshaus ist es gelungen, einen wunderbaren Ort der Begegnung in der Ortsmitte zu schaffen und ein Stück oberfränkische Heimat und prägender Baukultur zu erhalten“, sagte die bayerische Agrarministerin Michaela Kaniber erst kürzlich, nachdem sie bei ihrem Besuch in Grafengehaig das neue Ortszentrum besichtigt und eröffnet hatte. Das hatte die Marktgemeinde sich und vor allem dem Freistaat auch einiges über die 90-prozentige Förderung aus der Nordostbayern-Initiative kosten lassen. So wurden im Dorfgemeinschaftshaus 1,4 Millionen Euro und mit dem Neubau eines Mehrfamilienhauses gleich dahinter 1,66 Millionen Euro verbaut, einschließlich der Gestaltung des parkähnlichen Umgriffs. Damit ist die Verschuldung von Grafengehaig zwar auf jetzt 472 000 Euro gestiegen, nachdem sie seit 2008 von damals 1,98 Millionen Euro auf 147 000 Euro im Jahr 2020 gesunken ist. Dennoch scheine es um Grafengehaig nicht ganz so schlecht bestellt zu sein, mutmaßte Bürgermeister Werner Burger in der Bürgerversammlung, denn in diesem Jahr bekomme die Gemeinde keine Konsolidierungshilfen.