Zudem hätten sie Schwierigkeiten, an Veranstaltungen teilzunehmen, bei denen eine Ausweispflicht gelte. Denn rund die Hälfte der Jugendlichen hätte keine Papiere, sagte Jugendbeauftragter Christian Porsch. In Ansätzen funktionierten gemeinsame Aktionen aber bereits: Zum Beispiel haben die Flüchtlinge schon Indiaka und Volleyball gespielt, außerdem waren sie am Wochenende beim Maibaumaufstellen dabei und durften danach im Gasthaus Herrenwald kegeln – inklusive gesonderter Speisekarte ohne Schweinefleischgerichte.
Christian Porsch kündigte an, beim Projekt „Demokratie Leben“ einen Förderantrag für eine Art Leistungsschau der Vereine zu stellen, die wohl im September stattfinden soll. Was die Jugendlichen noch bräuchten, wären Turnschuhe in Größe 42 bis 45, sagte Manfred Porsch. „Aber nicht die letzten Latschen und vor allem pilzfrei.“
Fahrradweg: Der Rad- und Feldweg zwischen Wirbenz und Oberndorf wird die Gemeinde Speichersdorf rund 15.000 Euro kosten. Das sind 17 Prozent der Gesamtkosten, die auf dem rund 300 Meter langen Teilstück zwischen Wirbenz und der Gemeindegrenze anfallen. Speichersdorf muss sich an den Kosten beteiligen, weil der entstehende Weg nicht nur als Geh- und Radweg geplant wird, der 2,50 Meter breit sein müsste, sondern als Feld- und Waldweg mit drei Metern Breite. Dadurch können den Weg auch landwirtschaftliche Fahrzeuge nutzen, die sonst auf der B22 fahren müssten. Der Gemeinderat stimmte der Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach zu.
Kanalisation: Der Landkreis, dem die Ortsdurchfahrten Nairitz und Kodlitz gehören, muss sich an den Kosten für die erneuerten Regenwasserkanäle beteiligen, in die das Oberflächenwasser von der Kreisstraße fließt. Insgesamt bekommt Speichersdorf dafür 41700 Euro. Der Gemeinderat stimmte der Vereinbarung zu.
Haushalt: Das Landratsamt wird den Haushalt, der neue Kredite in Höhe von 1,5 Millionen Euro vorsieht, nur genehmigen, wenn Speichersdorf eine Straßenausbaubeitragsatzung (SABS) einführt. Rechtliche Gründe, die einen Verzicht auf die SABS rechtfertigen könnten, seien nicht gegeben, schreibt das Amt. In einer der nächsten Sitzungen wird sich der Gemeinderat diesem Thema widmen.
Vereinsförderung: Der TSV Kirchenlaibach hat die Gemeinde gebeten, einen neuen Ballfangzaun an der Westseite des A-Platzes zu bezuschussen. Der Zaun soll 35 Meter lang und fünf Meter hoch sein, inklusive Aufbau kostet er rund 5000 Euro. Die Gemeinde beteiligt sich laut Satzung mit zehn Prozent an baulichen Maßnahmen, der Gemeinderat stimmte der Förderung zu.
Stromkabel: Von Frankenberg wird ein neues Mittelspannungskabel zum Umspannwerk verlegt. Die beiden Trafos in Frankenberg werden ersetzt, die Freileitung wird abgebaut. Die neuen Fahrbahndecken sollen nicht wieder aufgegraben werden.
Straße nach Unterschwarzach: Beim Neubau der Straße nach Unterschwarzach wünscht sich Speichersdorf eine Trennung der Planfeststellungsverfahren für inner- und außerorts. Das machte Bürgermeister Manfred Porsch beim Erörterungstermin zum Planfeststellungsverfahren nochmals deutlich. Denn in Unterschwarzach soll zusätzlich ein Gehweg gebaut werden, weshalb das Verfahren dort wohl länger dauern wird. Ohne Trennung würde das den gesamten Neubau verzögern, der für die Sicherheit des Straßenverkehrs „dringend nötig“ sei. Die Regierung von Oberfranken wird die Einwendungen nun nochmals prüfen.
Theaterfahrt: Am 30. Juli soll es eine Fahrt zum Theaterstück „Am Samstag kam das Sams zurück“ im Rahmen der Luisenburg-Festspiele geben. Die Gemeinde wird auch in diesem Jahr die Fahrtkosten übernehmen.