Oberfranken Jeden neunten Tag ein illegales Autorennen

Vollgas über die Straßen – in Bayern ein zunehmendes Problem. Foto: dpa/Daniel Karmann

Wer mit seinem Auto illegale Rennen fährt, begeht seit Jahren eine Straftat. Doch auch das drohende Gefängnis scheint die Täter nicht ausreichend abzuschrecken.

Hof/Coburg/Bayreuth - Auf oberfränkischen Straßen hat die Polizei im vergangenen Jahr jeden neunten Tag ein illegales Autorennen gestoppt. Das geht aus einer Antwort des bayerischen Innenministeriums auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag hervor. Demnach fanden 2020 insgesamt 41 illegale Rennen statt, damit blieb trotz Corona-Pandemie die Zahl auf dem Niveau des Vorjahrs. Ein besonderer Schwerpunkte ist der Raum Bayreuth.

In ganz Bayern hat die Polizei im Corona-Jahr 2020 deutlich mehr illegale Autorennen registriert. Das Innenministeriums listete bayernweit 560 verbotene Rennen mit 771 Teilnehmern auf. Das ist eine Steigerung gegenüber 2019 um rund 90 Prozent, damals schlugen 294 Autorennen und 468 Teilnehmer statistisch zu Buche.

Doch nicht nur die Zahl der verbotenen Rennen hat den Angaben zufolge massiv zugenommen. Auch die Zahl der Todesopfer (sieben) und Verletzten (77) schnellte im vergangenen Jahr nach oben. 2019 verzeichnete die Polizei nur einen Toten und 29 Verletzte infolge illegaler Rennen durch den Freistaat.

Für verbotene Autorennen droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. 2019 wurden 55 Personen deshalb verurteilt, fünf freigesprochen und in 17 Fällen wurde das Verfahren eingestellt. Für 2020 liegen noch keine Auswertungen vor. T.S./dpa

 

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