Gala für Kurier-Stiftung 17.000 Euro für Menschen in Not

red

Ja, wir sind mi’m Radl da: Die Rikscha für Senioren in und um Heinersreuth war eines der Highlights, das durch die Kurier-Stiftung Menschen in Not finanziert wurde.

Bayreuth - Ein Kilometer Kabel, vier Kameras, viele Computer, Antennen, Mischpulte, ein Drehbuch, das für jeden auf die Minute durchgetaktet war, Stellproben, Sprechproben, Technik-Check – alles für diesen einen Menschen-in-Not-Moment: Nach der Spendengala im Porsche-Zentrum für die Stiftung des Nordbayerischen Kuriers waren auf den Cent genau 17.000 Euro zusammengekommen. „Und jeder Euro landet genau da, wo er gebraucht wird“, sagte Stiftungsvorsitzender und Kurier-Geschäftsführer Serge Schäfers.

Es waren bewegende Momente, die im Livestream auf der Kurier-Seite zu sehen waren. Schicksale, die bewegten, aber auch Hilfe von Menschen in Not, die diese Schicksale leichter zu tragen helfen.

„Zwickt mich mal, das glaub ich jetzt nicht!“ Bürgermeisterin Simone Kirschner aus Heinersreuth bekam eine Rikscha im Wert von rund 10 000 Euro geschenkt. Eine Rikscha, die eher einem Tandem ähnelt und so ganz anders ist als die Betreuungs-Rikscha, die vom Kurier-Betriebsrat und der Stiftung im vergangenen Jahr für die Alzheimer-Gesellschaft gekauft wurde. Eine Idee, die jetzt ihre Fortsetzung findet, denn Initiator Stefan Keßler wird auch diese Rikscha mit in sein Netzwerk aufnehmen und betreuen. „Wer da einmal mit dabei war, war mehr als fasziniert,“ sagt Kirschner über ihre Testfahrten mit Senioren. Begeistert sind vor allem auch Menschen, die früher gerne Fahrrad gefahren sind. „Das wird eine wundervolle Bereicherung für ganz Heinersreuth und darüber hinaus.“

Noch heute dankbar sind Wolfgang Zwing und Wolfgang Minier von Verein Sicher und Sozial (SiSo)-Netz Weidenberg. Begonnen hatte die Aktion mit Computerkursen für Senioren. Die Stiftung stellte danach Tablets für Schulungen zur Verfügung. Weitere Termine sollen im nächsten Jahr folgen.

Ferienprogramme und Projekte für alle will die Stiftung gemeinsam mit dem Stadtjugendring möglich machen. Vorsitzende Nancy Kamprad und Geschäftsführer Stefan Greißinger freuen sich auf möglichst viele Aktivitäten im Jahr 2022. „Wir haben große Pläne,“ sagt Stefan Greißinger. Der Freizeitpark Plohn soll angesteuert werden und Mini-Bayreuth eine Aufwertung erfahren.

Ein noch größeres Vorhaben ist die Anschaffung eines Busses für die Demenzgruppe im Mehrgenerationenhaus in Hollfeld. Ruth Domide, die Leiterin sagt: „Da könnten wir die ganze Mannschaft mal in den Bus packen, und fahren dann ins Café“. Davon profitieren nicht nur die Gäste, wie Domide ihre Senioren nennt, es bringt den pflegenden Angehörigen auch enorme Entlastung.

Möglich wird das alles durch Menschen, die anderen helfen wollen. „Gerade in diese Zeiten müssen wir zusammenstehen“, hieß es oft an den Spendentelefonen. Die Anrufe nahmen Uni-Präsident Prof. Stefan Leible, Radio-Mainwelle-Moderator Phil Funfak und Otto Lapp vom Nordbayerischen Kurier entgegen. Spenden kamen von Geschäftsleuten, die auf Weihnachtsgeschenke verzichteten, aber auch von Familien. Und von Peter Kropf aus Bayreuth. Auch in diesem Jahr „machte er den Deckel drauf“, rundete die Summe auf volle tausend Euro und legte einen weiteren Tausender drauf, sodass es am Ende des Abends genau 17 000 Euro sind, die für die Hilfe in der Stadt und in der Region zur Verfügung stehen.

Doch mit dem Ende der Gala ist der Hilfsmarathon noch nicht vorbei. Ab Mittwoch, 1. Dezember, laufen zwei Versteigerungen, deren Erlös an „Menschen in Not“ geht. Und auch jetzt können Sie noch weiter spenden.


Die Spendenkonten der Kurier-Stiftung bei der Sparkasse:

DE93 7735 0110 0009 0000 01

oder bei der VR-Bank:

DE65 7806 0896 0006 1690 90,

oder via PayPal unter www.menschen-in-not.org/spende

 

Bilder