Für Kunst und Kultur Nobelpreisträgerin Tokarczuk gründet Stiftung

Olga Tokarczuk. Foto: Friso Gentsch/dpa

WARSCHAU. Die polnische Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk (57) hat mit einem Teil ihres Preisgeldes eine Stiftung zur Förderung von Kunst und Kultur gegründet.

Sie werde der Stiftung umgerechnet rund 82.000 Euro zur Verfügung stellen, sagte Tokarczuk laut Nachrichtenagentur PAP am Montag in Breslau (Wroclaw). „Wir wollen auch die Beteiligung von Frauen am kulturellen und gesellschaftlichen Leben fördern und wissenschaftliche Untersuchungen zum Feminismus unterstützen“, so die Schriftstellerin weiter.

In den Rat ihrer Stiftung habe sie bereits die polnische Filmregisseurin Agnieszka Holland sowie den Direktor des Literaturhauses in Breslau, Irek Grin, berufen. Das Literaturhaus soll als strategischer Partner der Einrichtung dienen. An den Statuten der Olga-Tokarczuk-Stiftung werde noch gearbeitet.

Ende Oktober hatte Tokarczuk ihre Pläne zur Gründung der Stiftung bekanntgegeben. Die Stadt Breslau stellt ihr dafür eine Villa zur Verfügung, die einst dem polnischen Dichter Tymoteusz Karpowicz (1921-2005) gehörte. Die Stadt werde die Villa so schnell wie möglich restaurieren, sagte Oberbürgermeister Jacek Sutryk. „Wir möchten, dass dieser Ort der Literatur dient, damit wollen wir den Wunsch von Tymoteusz Karpowicz erfüllen.“

Tokarczuk war im Oktober rückwirkend der Literaturnobelpreis für das Jahr 2018 zugesprochen worden. Die Nobelauszeichnung ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 830.000 Euro) dotiert. Am 10. Dezember soll ihr der Preis in Stockholm überreicht werden.

 

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