Am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr wurde der ILS Nordoberpfalz in Weiden ein Scheunenbrand in Schlammersdorf, nahe dem Ortsteil Neumühle gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte wurde festgestellt, dass es sich nicht um ein landwirtschaftliches Gebäude handelt, sondern um ein Getreidefeld mit einem angrenzenden Waldstück.

Das Feuer, das laut der Polizeiinspektion Eschenbach aus bisher ungeklärten Gründen entstand, breitete sich aufgrund der enormen Trockenheit rasch über das gesamte Feld in einer Länge von rund 300 Metern aus. Der angrenzende Wald geriet daraufhin ebenfalls in Brand. Mehrere Holzstöße, die am Waldrand gelagert wurden, erschwerten die Löscharbeiten. Zudem gab es nicht genügend Wasser, sodass ein Pendelverkehr bis nach Sassenreuth eingerichtet werden musste.

Nach gut einer Stunde hatten die fast 300 Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. „Durch die enorme Hitzebelastung (über 30 Grad Außentemperatur) waren natürlich die Löscharbeiten eine Herausforderung für unsere ganzen Einsatzkräfte, die teilweise unter Atemschutz die Löschangriffe durchführen mussten“, so Kreisbrandinspektor Wolfgang Schwarz. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Auch die sich am Brandort befindlichen Kühe kamen nicht zu Schaden.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens an der Natur konnte bislang durch die Polizei noch nicht ermittelt werden. Es liegen aktuell auch keine Hinweise auf eine Brandstiftung vor. „Durch die extreme Waldbrandgefahr ist das natürlich auch schwierig solche Einsatzlagen zügig in den Griff zu bekommen, aber die Feuerwehren haben super gearbeitet und einen schnellen Löscherfolg erreicht“, so der Kreisbrandinspektor am Ende des Einsatzes zufrieden.

Vor Ort waren laut der Polizeimeldung die Feuerwehren aus Schlammersdorf, Kirchenthumbach, Speinshart, Neustadt/Wn. Neustadt/Kulm, Vorbach, Sassenreuth, Heinersreuth, Altenstadt/Wn sowie aus dem Landkreis Tirschenreuth die Feuerwehr Kemnath. Aus dem benachbarten Oberfranken unterstützten die Wehren aus  Creußen,  Speichersdorf, Prebitz, Tiefenthal, Troschenreuth und Engelmannsreuth. Zudem war das Bayerische Rote Kreuz mit der Einsatzleitung vor Ort, wie auch die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung des Landkreises Neustadt/Wn.