Das bayerische Innenministerium hatte beschlossen, dass die Kraftfahrzeugsteuer in Zukunft direkt bei der Zulassungsstelle eingezogen werden könne. Dadurch fiel der Gang von der Zulassungsstelle zum Finanzamt und von dort wieder zurück zur Zulassungsstelle bei einer Erstzulassung oder Ummeldung weg.

Das neue Verfahren wurde in größeren Städten, wo die Wege zwischen den Behörden oftmals unangenehm weit waren, bereits seit mehreren Jahren praktiziert. Bayreuth wollte sich dem neuen Verfahren nun auch anschließen.

Die Umstellung brachte aber auch Probleme mit sich. Beispielsweise musste die Haftungsfrage geklärt werden, da künftig städtische Bedienstete die Steuerveranlagung durchführen würden. Um Fehlern und Irrtümern entgegenzuwirken, sollten die städtischen Bediensteten in das deutsche Steuerrecht eingewiesen werden.

Für Steuerbefreiungen, -erlässe oder -ermäßigungen würde weiterhin das Finanzamt zuständig bleiben. Bei den Ämtern und dem städtischen Verkehrsreferat war man sich jedenfalls einig, dass die ganze Maßnahme nur im Interesse der Steuerzahler geschehe: Während es für die Fahrzeughalter dadurch einfacher wurde, bedeutete das neue Verfahren für die beteiligten Behörden eine zusätzliche Arbeitsbelastung.

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier von einer 150 Jahre alten Pappel, die der Säge zum Opfer fiel. Der alte Baum hatte dem Neubau des Rathauses am Luitpoldplatz im Wege gestanden. Die Pappel musste der Baustelle weichen.

Der städtische Bauausschuss besichtigte die eindrucksvollen Überreste im Rahmen einer Ortsbegehung. Oberbürgermeister Hans Walter Wild erklärte, er wolle sich von dem mächtigen Stamm eine Scheibe abschneiden lassen und sie zu einem Gartentisch verarbeiten.