Grundsätzlich können Eltern sehr entspannt auf diese Phase reagieren – auch wenn es zu dem von Corinna geschilderten „Worst Case“ komme: „Ich hatte Besuch von Bekannten, Lina saß am Boden und spielte mit ihren Stofftieren“, erzählt Corinna. Irgendwann habe die Dreijährige angefangen, für alle gut sichtbar ihre Scheide zu reiben und laut zu atmen. „Da wusste ich einfach nicht weiter.“
Wie reagieren, wenn andere dabei zusehen?
Christa Wanzeck-Sielerts Rat dazu klingt zwar einfach, erfordert aber ein gewisses Maß an Souveränität: „Klären Sie die Situation auf“, sagt sie. Etwa mit dem Satz: „Meine Tochter entwickelt gerade ihren Forscherdrang und entdeckt ihren eigenen Körper.“ Dann solle sich die Mutter dem Kind hinwenden und es freundlich daran erinnern, dass man doch besprochen habe, dafür in das eigene Zimmer zu gehen. „Meist ist dann die Spannung raus – und das Thema erledigt.“
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Unsere Kleinkindexpertin: Christa Wanzeck-Sielert
Ratgeberin
Christa Wanzeck-Sielert, geboren 1951, ist Diplom-Pädagogin und Supervisorin in Schulen, Kindertagesstätten, pädagogischen Einrichtungen. Sie war Lehrbeauftragte an der Uni Flensburg und hat Erzieherinnen sowie Lehrkräfte zum Thema Sexueller Missbrauch und Sexualerziehung fortgebildet.
Autorin
Zum Thema kindliche Sexualität, Sexualerziehung und sexuelle Gewalt hat die Erziehungsexpertin mehrere Fachbücher und Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht.