Ice, Ice, Stadion Eisstadion Pegnitz erhält neues Kühlaggregat

Klaus Trenz

Es braucht schon ein bisschen was, um zumindest für diesen Winter für das Eisstadion Pegnitz eine Eisfläche herzubekommen. Drei große Sattelschlepper lieferten am Montag die Komponenten für die mobile Eisbahn der österreichischen Firma AST Eis- und Solartechnik an. Die ganze Woche werden dann die Matten im Stadion verlegt und an das Kühlaggregat angeschlossen.

Pegnitz - Wenn das Wetter mitspielt, rechnet der Projektleiter der Betreibergesellschaft GMF, Sebastian Poppek in der nächsten Woche mit dem Auftragen der Eisfläche und mit einer Eröffnung des Eisstadions zum 1. November.

Bis zum Freitag werden die drei Mitarbeiter der Firma AST mit tatkräftiger Unterstützung von Markus Göpfert vom Eislaufverein Pegnitz (EVP) mit der Installation der mobilen Eisbahn beschäftigt sein. Mit einem großen Kran wurden die beiden 6,5 Tonnen und rund 2,5 Meter schweren Kühlaggregate mit den ungefähren Maßen von sieben auf rund 2,5 Meter vor der Tiefgarage unter dem Eisstadion aufgestellt. Zwei Aggregate sind deshalb notwendig, so erklärt Poppek, um umgehend Ersatz zu haben, sollte eines davon ausfallen. Unter anderem insgesamt knapp über 13.000 Meter Eismatten, die aussehen wie platt gedrückte Schläuche, 8000 Liter Kühlmittel, viele Rohre und sogenannte Eisboxen oder Sammelröhren hievte der Kran in das Eisstadion.

Die Eismatten werden nebeneinander zu einer Fläche ausgerollt. Anschließend werden sie mit einem Stecksystem an die Eisboxen angeschlossen. In diese wiederum pumpt das Kühlaggregat beziehungsweise die Kältemaschine ein bis auf sieben bis zehn Grad Minus gekühltes Frostschutz-Wassergemisch und letztendlich in die Eismatten auf der Stadionfläche. Die Temperatur der Eismatten sinkt dann unter den Gefrierpunkt und somit gefriert das aufgespritzte Wasser zu einer gleichmäßigen Eisfläche. Das von der Firma eingesetzte so genannte Tichelmann-System soll eine optimale Durchströmung aller Eismatten und damit eine gleichmäßige Kühlung garantieren.

Rund 40.000 Euro Miete kostet laut Poppek diese mobile Eisbahntechnik im Monat und soll eine Eisfläche für vier Monate garantieren. Damit spare man immer noch, so Poppek. Die Kosten für eine Reparatur beziehungsweise Austausch der veralteten Eiskühlmaschinen im Stadion schätzt Poppek auf mindestens 250.000 Euro.

In nichtöffentlicher Sitzung hatte der Werkausschuss Freizeitpark/Windpark im September den Auftrag vergeben. Allerdings war dem Vernehmen nach die Entscheidung nicht unumstritten. Der EVP und der Förderverein nahmen die Entscheidung nicht nur mit Genugtuung, sondern mit Freude zur Kenntnis. „Ich bin froh, dass die Sache jetzt vom Tisch ist und wir die nächsten drei Jahre bis zur Realisierung des neuen Eisstadions planen können“, sagt EVP-Vorsitzender Steffen Rein im September. „Wir freuen uns darauf, dass es losgehen kann“, so Rein gestern.

 

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