Eishockey „Skier wären effektiver gewesen!

Jürgen Masching
Nicht viel Arbeit hatte Geburtstagskind Maximilian Schmidt im Pegnitzer Tor – die meiste Zeit war an vernünftige Eishockey-Aktionen nicht zu denken. Foto: /Jürgen Masching

Dichter Schneefall beeinträchtigte das Spiel erheblich. Trotz der Schneemassen kämpften sich Pegnitz und Pfaffenhofen vorwärts. Am Schluss siegten die Ice Dogs.

Eigentlich waren es irreguläre Verhältnisse im offenen Pegnitzer Kunsteisstadion am Sonntagabend. Dichter Schneefall machte ein normales Eishockeyspiel nicht möglich, doch beide Teams kämpften sich durch die Schneemassen – vermutlich auch, weil am kommenden Freitag die Hauptrunde endet und keine Ausweichtermine vorhanden sind. Am Ende gewannen die Ice Dogs das „Wintergame“ des Bayernliga-Vorletzten gegen den Letzten EC Pfaffenhofen mit 2:1 nach Verlängerung.

Endlich hatten die Pegnitzer mehr vom Spiel

„Heute wären Langlaufski effektiver gewesen als Schlittschuhe“, sagte ein Gästespieler aus Pfaffenhofen nach der Partie. Diese begann auf einem noch gutem Untergrund recht schwungvoll für die Ice Dogs. Denn nach einem abgewehrten Schuss von Patrik Dzemla verwertete Mark Meier die Scheibe zur frühen EVP-Führung. Und auch danach hatten die Pegnitzer mehr vom Spiel. Michael Breyer traf kurz darauf die Latte des Gästegehäuses. Eine Unterzahlsituation in der 8. Minute bremste die Angriffsbemühungen der Hausherren, und auch der stärker werdende Schneefall erschwerte das Spielen. So ging es am Ende des ersten Drittels mit einer knappen Führung in die trockenen Kabinen.

Im mittleren Drittel fast keine Aktionen mehr

Die über 260 Zuschauer, die das Spiel im dichten Schneetreiben verfolgten, sahen im Mitteldrittel fast keine Aktionen mehr. Pfaffenhofen versuchte dennoch, zu Beginn, als das Eis noch etwas zu sehen war, den Ausgleich zu erzielen. Doch Geburtstagskind Maximilian Schmidt im Tor der Ice Dogs konnte alle Versuche abwehren.

Die Pegnitzer bekamen im zweiten Drittel, in einem überaus fairen Eishockeyspiel, dennoch zwei Strafzeiten. Wohl wegen der schlechten Sicht waren jeweils zu viele Spieler auf dem Eis. Auch dieses Drittel ging schnell zu Ende, weil Befreiungsschläge, die eigentlich ein Icing gegeben hätten, wegen der Schneedecke gar nicht in das andere Drittel kamen.

Schwierigkeiten mit der weißen Pracht

Auch im letzten Durchgang versuchten die Gäste wieder zu Beginn auf dem frisch gemachten Eis ein Tor zu erzielen. Und diesmal war dies von Erfolg gekrönt. Liam Hätinen traf in der 44. Minute zum verdienten Ausgleich. Danach ging es genauso weiter wie in den beiden Dritteln vorher. Vor allem Roman Navarra hatte als Techniker so seine Schwierigkeiten mit der weißen Pracht und konnte so nicht zu seinen gefürchteten Einzelaktionen starten. Zum Schluss des Drittels versuchten die Ice Dogs noch einmal Druck gegen die kräftemäßig etwas nachlassenden Gäste zu erzeugen, doch Pfaffenhofens Goalie Jonathan Kornreder hielt das Unentschieden fest.

Die Overtime dauerte aber nicht lange. Bereits nach acht Sekunden marschierte Navarra auf den Gästekeeper zu, schaffte es aber nicht, die Scheibe an ihm vorbei zu bringen. Im Gegenzug stoppte Kapitän Stefan Hagen den Alleingang eines Gästeakteurs, leitete wieder einen Angriff über Navarra ein und Michael Breyer war es schlussendlich, der die schneebedeckte Scheibe irgendwie zum Siegtreffer über die Linie brachte.

„Das Eis war wirklich nicht bespielbar“

„Das Eis war nicht wirklich bespielbar heute“, sagt Siegtorschütze Michael Breyer nach der Partie. „Zu Anfang ging es noch, aber danach war es schon grenzwertig. Doch es müssen ja beide Teams bei diesen Bedingungen spielen.“ Dennoch hat er in den jüngsten Spielen einen „Schub“ gesehen: „Der gesamte Januar war schon wichtig für uns, vor allem die drei Siege in vier Partien, aber am Ende müssen wir ab dem 3. Februar da sein.“

Dann beginnt die Abstiegsrunde, und es gibt ein Wiedersehen mit dem EC Pfaffenhofen – der definitiv zu den Klubs zählt, die der EVP hinter sich lassen muss. Zuvor gibt es noch am Freitag die letzte Partie der Hauptrunde zu bestreiten. Definitiv auf gutem Eis, denn der TEV Miesbach hat ein Stadion mit Dach.

 

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