Eine Einfädelspur würde helfen

Wenn ein großes THW-Fahrzeug auf die Kreisstraße einbiegt, blockiert es auch die Gegenfahrbahn. Wenn die Feuerwehr mit der großen Drehleiter ausrückt, wird es noch enger. ⋌Foto: Ralf Münch

Große Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr oder des THW haben Probleme beim Einbiegen in die Kreisstraße in Richtung Willenberg. Die Fahrzeuge müssen wohl oder übel auch die Gegenfahrbahn mit nutzen. „Eine Einfädelspur bei einer Ausfahrt würde uns sehr helfen“, sagt Christian Bickel, der THW-Ortsbeauftragte. Der Kurier fragte beim Landkreis nach, wie es um den Ausbau der Straße steht.

„Der regelgerechte und angemessen breite Ausbau der Kreisstraße BT 41 bis Willenberg ist im Ausbauprogramm für die Kreisstraßen enthalten.“ Das ist die Antwort des Landratsamtes auf die Anfrage, ob mit einer Verbreiterung der schmalen Straße von der Juragruppe hinauf zur Autobahn zu rechnen sei. Michael Benz, Referent von Landrat Hermann Hübner, nennt aber keinen konkreten Zeitrahmen, wann das Projekt umgesetzt werden könnte.

Nur Priorität drei

In nächster Zeit wird das wohl nicht geschehen, denn die Kreisstraße habe im Ausbauprogramm noch die Priorität drei (von drei) „und wird je nach Umsetzung der noch vordringlichen Maßnahmen im Kreisstraßennetz mittelfristig in der Priorität aufsteigen“. Was das konkret bedeutet, kann sich jeder Leser selbst ausrechnen.

Lastwagen versperrten Straße

Den schlimmsten denkbaren Fall, dass sich Fahrzeuge bei glatter Fahrbahn und Schneefall und auf der engen Straße hinauf zur Autobahn im Ernstfall nach einer Unachtsamkeit blockieren, wollen weder Bickel noch Kommandant Roland Zahn von der Feuerwehr erörtern. Bickel erinnert sich an einen Fall, als einige Lastwagen bei Eisglätte die Straße versperrten. „Da blieb uns nichts anderes übrig, als durch die Stadt bis zur Einfahrt hinter Neudorf zu fahren, um auf die Autobahn zu kommen.“ Doch auch bei Übungsbetrieb geht es nicht ohne Probleme ab: „Wenn sich zwei große Fahrzeuge auf der BT 41 treffen, muss eines davon anhalten und das andere ausweichen, damit sie aneinander vorbeikommen“, so Bickel.

Autofahrer oft verunsichert

Auch seien die Fahrer von Privatautos oft verunsichert, wenn ihnen auf der Straße ein großes Einsatzfahrzeug entgegenkommt. „Viele Pkw fahren auch viel zu schnell.“ Das bestätigt Zahn. Seiner Ansicht nach sollte das Ortsschild weiter in Richtung Westen verschoben werden. „Das würde die Autofahrer, die den Berg herunterkommen, etwas bremsen.“ Er weiß auch, dass hier in letzter Zeit verstärkt Geschwindigkeitskontrollen stattfinden.

Verkehrsspiegel anbringen lassen

Um beim Einbiegen eine bessere Sicht zu haben, hat die Feuerwehr einen Verkehrsspiegel an der gegenüberliegenden Straßenseite anbringen lassen. Über die schmale Straße und die daraus resultierenden Probleme wird innerhalb der Feuerwehr (wie auch beim THW) immer wieder einmal gesprochen.

Es sei aber, so Zahn weiter, bei der Umzugsplanung der Feuerwehr an den neuen Standort am Dianafelsen kein Thema gewesen. Auch das Rathaus habe sich dazu nicht geäußert. Für Zahn stehen nicht so sehr die Notfälle im Vordergrund, sondern der Alltag, „etwa wenn ein Schulbus den Berg runterkommt“. Die Situation sei schwierig, „aber wir müssen damit leben“, so der Kommandant.

 

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