Durststrecke zu Ende Endlich: Seehaus öffnet am 1. Oktober wieder

Die neuen Pächter des Seehauses sind die alten: Monika Steiner und Berthold Hübner mit Jörg Nürnberger und Monika Saalfrank (von links) vom Fichtelgebirgsverein bei der Vertragsunterzeichnung. Am 1. Oktober ist wieder offen. Foto: Andreas Gewinner

Fichtelberg/Tröstau. Nach genau einem Jahr öffnet das Seehaus am 1. Oktober wieder seine Pforten. Der Fichtelgebirgsverein ist nach langer Pächtersuche erfolgreich gewesen. Und die neuen Betreiber sind alte Bekannte.

Das Seehaus zwischen Fichtelsee und Schneeberg ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Fichtelgebirge. Oder, wie es der stellvertretende Vorsitzende des Fichtelgebirgsvereins, Jörg Nürnberger, formulierte: „Ohne das Seehaus ist das touristische Angebot des Fichtelgebirges nicht komplett.“

Nach einjähriger Pächtersuche hat der FGV nun mit Berthold Hübner und Monika Steiner Betreiber gefunden, die zwischen 2009 und 2014 schon mal das Seehaus hatten. Sie planen ab dem 1. Oktober fränkische Küche sowie Saisonales wie Wild, Pilze oder Spargel anzubieten, und das bei einem Ruhetag in der Woche, dem Montag. Und sie wollen den Winter durcharbeiten, es gibt erst mal keine Betriebsruhe.

Zuvor hatten die beiden das Mönchshof-Bräuhaus in Kulmbach betrieben, eine ungleich größere Gastronomie, in der sie nach eigenen Worten letztlich aus Personalmangel das Handtuch geworfen hatten. „Wir freuen uns, wieder da zu sein“, so Berthold Hübner, nachdem er am Freitagmorgen auf der Holzbank vor dem Seehaus im strahlenden Sonnenschein den Pächtervertrag mit FGV-Vorsitzender Monika Saalfrank unterschrieb. Die ist froh, einen Schlussstrich ziehen zu können: „Wir bekamen so viele Anfragen von Mitgliedern, wann wir wieder aufmachen können.“

Während Ehrenamtliche von FGV-Ortsgruppen, vor allem aus Bischofsgrün, an Wochenenden und Feiertagen zumindest ein eingeschränktes gastronomisches Angebot im Seehaus aufrechterhielten, nutzte der FGV-Hauptverein, Eigentümer der Immobilie, die Zeit des Leerstands. Unter anderem wurde die Küche komplett inklusive Fliesen erneuert sowie weitere Arbeiten ausgeführt.

Die Gästezimmer bekamen keine neuen aber neuwertigere Betten als die alten. FGV-Finanzreferent Harry Panzer sagt, ein hoher fünfstelliger Betrag wurde investiert. Im Wesentlichen das, was der Verein beim Verkauf des Marktleuthener Hauses erlöst hat.

Und es soll weitere Verbesserungen geben. Der Gemeinderat Tröstau – auf dessen Gemeindegebiet das Seehaus liegt – hat beschlossen, per Höfeprogramm schnelles Internet für das Seehaus zu beantragen. Und vielleicht sogar eine Stromleitung, als Rückversicherung für das eigentlich energieautarke Seehaus.

Dann sollen die sporadischen kurzfristigen Stromausfälle im Seehaus endgültig der Vergangenheit angehören – obwohl hier mit Nachjustieren der Anlage die Fehlerquote schon gegen Null gedrückt wurde, wie die Verantwortlichen versichern.

 

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