Laufen für das Klima Studierende organisieren digitalen Spendenlauf

Nichts wie raus: Im Frühjahr beginnt für viele die Laufsaison. Einen Spendenlauf zur Pflanzung eines Klimawaldes in Uganda haben Sportstudenten für diesen Sonntag organisiert. Für jeden eingenommenen Euro wird ein Baum gepflanzt. Foto: red

Bewegungsmangel ist in Corona-Zeiten, bei Homeoffice, sozialer Distanz und geschlossenen Fitness-Studios, quasi vorprogrammiert. Laufen ist zum Glück erlaubt.

Bayreuth - Beim Klima-Lauf des Summer Feeling Teams der Universität Bayreuth am Sonntag, 25. April, tut man nicht nur sich, sondern auch anderen etwas Gutes. „Wir organisieren einen digitalen Spendenlauf unter dem Motto „Laufen für das Klima – Wir pflanzen einen Summer Feeling Wald“, erzählt Theresa Mertens im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Sportökonomie-Studentin hofft, möglichst viele Teilnehmer für „das erste klimaneutrale Event“ an der Uni Bayreuth zu gewinnen.

Mit Sport gegen die Klimakrise

Bewusst soll der Fokus auf dem Aspekt der Nachhaltigkeit liegen. Das Lauf-Projekt sei in Zusammenarbeit mit Community Move, Sports4Trees und Sports for Future entwickelt worden, sagt Theresa Mertens. „Sports for Future will ähnlich wie Students for Future der Klimakrise begegnen, allerdings mit Sport.“

Gesammelt werden Spenden für ein Aufforstungsprojekt in Masindi, Uganda. „5699 Kilometer sind das Ziel, um dort einen Summer Feeling Wald zu pflanzen.“ Die Startgebühr sei freiwillig und könne von jedem selbst festgelegt werden. Für jeden gesammelten Euro werde dort ein Baum gepflanzt. Damit sollen Kleinbauern die Wälder in ihrer Region wieder aufforsten.

Fundament für nachhaltige Landnutzung

„Die Initiative ermutigt Kleinbauern für eine langfristige und nachhaltige Landnutzung, Wald aufzuforsten und bestehende Wälder besser zu bewirtschaften“, schreiben die Organisatoren in der Einladung zum Lauf. „Durch das Projekt wird das Fundament für eine langfristig nachhaltige Landnutzung gelegt, welche die Absorption von Kohlenstoff durch die Bäume und die Speicherung in deren Biomasse garantiert.“ Gleichzeitig unterstütze es die biologische Diversität und verbessere das Gemeinwohl. „Mithilfe der Initiative konnten bis heute bereits 6512 Hektar Wald wieder aufgeforstet werden.“

Jeder läuft so viel er will

Dabei geht es nicht allein darum, einen möglichsten langen Lauf hinzulegen. „Egal ob drei Kilometer oder 20 Kilometer, jeder kann mit seinem persönlichen Streckenziel mitmachen“, beschreibt Theresa Mertens das Verfahren. „Jeder läuft die Kilometerzahl, die ihm passt.“

Zuvor müssen sich die Teilnehmer jedoch anmelden, ihren Spendenbetrag und ihr Kilometerziel eingeben. Die Spende wird aber vorab eingezogen und erst dann funktioniert die Anmeldung.

Spenden werden verdoppelt

Allerdings versichern die Sportstudenten: „100 Prozent der Spenden unserer eingenommenen Spenden fließen direkt in das Projekt und Sports For Future verdoppelt als Partner zusätzlich alle eingenommenen Spenden.“ Das Ganze solle die Leute motivieren, sich draußen zu bewegen. „Jeder tut etwas für seine Fitness und hat ein Gemeinschaftserlebnis.“ Auf diese Weise laufe jeder für sich auf einer individuell gewählten Strecke und zugleich zusammen mit anderen für einen guten Zweck.

Nach dem Lauf zwischen 0 Uhr und 20 Uhr sollen Datum, Uhrzeit und Strecke mit einem Screenshot festgehalten und hochgeladen werden, erläutert Theresa Mertens.

Ob der Uni-Strand, für den das Summer Feeling Team vom Institut für Sportwissenschaft normalerweise zuständig ist, in diesem Jahr stattfindet, ist noch ungewiss. Ursprünglich geplant war er vom 14. bis 25. Juni.

Die Anmeldung zum Spendenlauf erfolgt über Internet und die Website: https://communitymove.de/summer-feeling-spendenlauf/.

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