Die Essener Tafel nimmt vorerst keine Migranten mehr auf, weil es offenbar zu Reibereien mit einheimischen Tafelberechtigten kam. Wie sieht es in Bayreuth aus?
Ingrid Heinritzi-Martin: Ich bin froh, dass das bei uns nicht so ist. Herumgeschubse in der Warteschlage vor dem Laden gibt es hier nicht. Die genauen Verhältnisse bei der Essener Tafel kenne ich aber nicht. Bei uns geht es sehr geordnet zu. Insgesamt haben wir jede Woche mit den beiden Einkaufstagen Mittwoch und Samstag im Schnitt rund 500 Kunden. Pro Einkauf zahlt ein Alleinstehender einen Euro, ein Paar 1,50 Euro und eine Familie zwei Euro.
Wie viele Migranten als Kunden hat die Bayreuther Tafel?
Heinritzi-Martin: Das ist schwer zu sagen. Ich möchte auch gar keine Unterschiede zwischen Migranten und Deutschen machen. Neue Kunden behandeln wir genauso wie alte.
Reichen Ihre Vorräte für alle Kunden?
Heinritzi-Martin: Wir bekommen unsere Lebensmittel von Supermärkten und Nahrungsmittelbetrieben aus der Region und vom Tafel-Zentrallager im Nürnberger Land. Und die reichen für alle unsere Kunden. Auch wenn nicht immer für jeden alles da ist: Keiner geht mit leerer Tasche aus dem Laden.