Code Red (2001)
Die verschiedenen Code-Red-Varianten sind wie die netten Tanten, die Dir mit ihrem belanglosen Geschwätz langsam, aber sicher den Verstand rauben. Code-Red-Würmer befielen PCs mit Windows-2000- und Windows-NT-Betriebssystemen. Sie nutzten einen Programmfehler aus, der dafür sorgte, dass im Fall einer Überlastung des Arbeitsspeichers benachbarter Speicherplatz gelöscht wurde. Wie die irren Tanten halt – schwätzen Dich stundenlang voll, und am Ende weißt Du nicht mehr, wo Du den Wagen geparkt hast.
Sobig F. (2003)
Die Gratis-Reklame in Deinem Briefkasten. Sobig F. kam ebenfalls als Mail, kopierte sich selbst auf befallene Rechner und versendete Mails an die lokalen Kontakte. Die Folge: Innert kürzester Zeit explodierte der Mailverkehr; PCs und komplette Netzwerke wurden lahmgelegt, weil Sobig-F.-Mails den Traffic dominierten.
MyDoom (2004)
Der hinterfotzige Untermieter. MyDoom verbreitete sich für eine Zeitspanne von anderthalb Wochen via Mail wie seine Vorgänger. Dann war plötzlich Schluss. Ein Ende mit Schrecken? Von wegen! MyDoom nistete sich auf den befallenen PCs ein … und wartete. Ein paar Monate nach dem ersten Ausbruch des Virus griff MyDoom mehrere große Suchmaschinen an: Massenhafte Anfragen von befallenen PCs setzten Google und Co. zeitweise außer Gefecht.
Nuwar (2006)
Der Nekromant. Nuwar, auch bekannt unter dem Namen „Storm Worm“, war ein Trojaner, der sich über Mails verbreitete, in deren Betreffzeilen von einem verheerenden Sturm mit zahlreichen Todesopfern die Rede war. Die verschiedenen Varianten von Nuwar transportierten verschiedene Schadprogramme. Häufig verwandelte Nuwar befallene PCs in „Zombies“ – Besitzer konnten ihre Rechner nicht mehr steuern, dafür konnten Dritte aus der Ferne auf die Zombies zugreifen. Nuwar-Varianten kursieren weiterhin; die Betreffzeilen variieren, typischerweise handeln sie aber von Katastrophen.
Conficker (2009)
Der Geheimnisvolle. Conficker nutzte ein Schlupfloch in bestimmten Windows-Betriebssystemen (2000, XP, 2003) aus, um sich auf PCs einzunisten. Das Virus verbreitete sich über USB-Sticks und in lokalen Netzwerken. Die ursprüngliche Variante von Conficker sollte am 1. April 2009 etwas tun – aber nichts geschah … oder doch? Bis heute ist nicht klar, was Conficker (nicht) angerichtet hat. Spätere Varianten des Virus haben allerdings durchaus reelle Schäden verursacht – zum Beispiel Anti-Virus-Softwares abgeschaltet.
Quellen: HowStuffWorks, Whoishostingthis, Norris