Corona-Ausbruch im Griff Besuchstag im Seniorenheim „Rotmaintal“

Die strikte Quarantäne ist vorbei: Am Ostersamstag sind im aus „Rotmaintal“ wieder Besuche möglich. Foto: /BRK

Tagelang waren wegen Corona-Fällen Besuche im Seniorenheim des BRK in Neudrossenfeld nicht möglich. Jetzt bietet das Haus einen Besuchstag mit besonderen Regelungen an.

Kulmbach - BRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Dippold und die Leiterin des Seniorenheims „Rotmaintal“ in Neudrossenfeld, Ulrike Schramm, sind erleichtert: Alle Ergebnisse der jüngsten PCR-Reihentestung im Heim sind negativ, mit einer Ausnahme: Einer der vier Bewohner, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, zeigt weiter ein positives Ergebnis. Er muss deshalb in Isolation bleiben. Alle anderen Bewohner des Hauses können sich vom 1. April an wieder im Gebäude und im Garten frei bewegen, teilen die Verantwortlichen des BRK mit. Um den Angehörigen, die nun seit Tagen nicht ins Haus durften, um ihre Senioren zu besuchen, entgegenzukommen, wird es am Ostersamstag eine besondere Aktion geben, kündigen Dippold und Schramm an.

Für den Ostersamstag ist schönes Wetter vorhergesagt. Daher will das Haus „Rotmaintal“ einen Modellversuch wagen. Besuche werden an diesem Tag trotz der aktuellen Situation unmittelbar nach einem Corona-Ausbruch möglich sein, wenn auch unter bestimmten Voraussetzungen. Auf dem Gelände des Heims sind Besuche bei Bewohnern im Freien möglich. Das BRK wird vor dem Haus ein Zelt errichten, in dem auch mit Hilfe von ehrenamtlichen Aktiven des BRK Schnelltests angeboten werden. Wer also einen Besuch im Neudrossenfelder Heim abstatten möchte, braucht an diesem Tag keines der Schnelltestzentren des Landkreises aufsuchen. „Wir bitten aber alle Angehörigen und Besucher um Verständnis, dass der Zutritt zum Gebäude noch nicht wieder möglich ist“, sagt Jürgen Dippold. Heimleiterin Ulrike Schramm weist darauf hin, dass Besuche auf eine Person pro Besucher und auf eine Stunde begrenzt sind.

Mit einem negativen Testergebnis ist der erste Schritt geschafft. Doch aufgrund der besonderen Situation sind weitere Voraussetzungen nötig. Das Haus hat sein Hygienekonzept nochmals erweitert. Jeder Besucher muss eine Selbsterklärung ausfüllen. Das Tragen einer FFP2-Maske ist selbstverständlich. Drüber hinaus müssen Besucher an diesem Tag einen Schutzkittel und Einweghandschuhe tragen. „Die stellen wir gern zur Verfügung, weil es für die meisten Menschen wohl so kurzfristig nicht möglich sein dürfte, sich die Ausrüstung selbst zu beschaffen“, sagt Jürgen Dippold. „Nachdem wir die Ausrüstung ja selbst auch kaufen mussten, wären wir aber für eine Spende dankbar.“ Eine Bitte hat das Team des Hauses „Rotmaintal“: Um diesen Besuchstag planbar zu machen, wird um eine Anmeldung mit der gewünschten Besuchszeit gebeten.

Jürgen Dippold und Ulrike Schramm: „Wir freuen uns, dass es so schnell gelungen ist, Besuche wieder zu ermöglichen, wenn das auch mit einigem Aufwand und Einschränkungen verbunden ist. Dafür bitten wir um Verständnis.“ Wenn das Besuchskonzept am Ostersamstag positiv verläuft, könne man über weitere Schritte der Öffnung nachdenken, kündigen die Verantwortlichen an.

Der Kreisgeschäftsführer des BRK appelliert in dem Zusammenhang an alle Besucher, aber auch allgemein an die Bevölkerung im Landkreis Kulmbach: „Lassen Sie sich, sobald das für Sie möglich ist, impfen! An dem Ausbruch in unserem Haus haben wir gesehen, dass das Virus noch längst nicht unter Kontrolle ist, aber die Impfung glücklicherweise deutlich Wirkung zeigt. Die drei Bewohner, die bereits geimpft waren, haben ihre Infektion dank der Impfung sehr gut überstanden. Das ermöglicht es uns jetzt, nicht nur schneller wieder Besuche möglich zu machen, sondern auch noch zusätzlich erweiterte Besuchsmöglichkeiten prüfen zu können.“

Auch Landrat Klaus Peter Söllner, langjähriger Kreisvorsitzender des Kulmbacher BRK, freut sich, dass diese Besuchsregelung in Neudrossenfeld nun ermöglicht werden kann. „Wir sind vorsichtig optimistisch, dass scheinbar die bisher umgesetzten Maßnahmen greifen. Ich danke ausdrücklich allen Beteiligten, die sich mit viel Engagement nicht nur bei der Bekämpfung des jüngsten Ausbruchs eingesetzt haben, sondern auch bei der Verwirklichung der Oster-Besuche, auf die sich die Bewohner und die Angehörigen gleichermaßen freuen.“

 

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