Bezirksliga Ost SpVgg II entzaubert Spitzenreiter Selb 13

red

Neuling SpVgg Selb 13 ist am vierten Spieltag der Bezirksliga Ost entzaubert worden. Die SpVgg Bayreuth II stürzte den Spitzenreiter mit einem souveränen 4:0-Erfolg vom Thron. Weiter ohne Fehl und Tadel ist dagegen der FSV Bayreuth, der nun schon seinen vierten Sieg im vierten Spiel landete – 4:1 beim FC Waldstein.

Eine Überraschung gelang dem FC Creußen mit seinem 3:2-Erfolg beim hoch gehandelten SSV Kasendorf, während der SV Bavaria Waischenfeld beim FC Trogen, ebenfalls ein Mitfavorit, mit 0:4 unter die Räder kam. Über den ersten Punkt überhaupt durfte sich der SV Mistelgau freuen. Der Aufsteiger trotzte der SG Regnitzlosau ein 2:2 ab.

SpVgg Bayreuth II – SpVgg Selb 13 4:0 (1:0)

Am Anfang versuchten beide Teams mit unterschiedlichen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Während Selb auf gepflegtes Kurzpassspiel setzte, suchten die jungen Altstädter ihr Heil im schnellen Umschalten. Das führte allerdings zu keinen herausragenden Chancen. Erst ab der 25. Minute, als die Heimelf die Zügel fester anzog, geriet die Defensive des Spitzenreiters in Bedrängnis – und kassierte prompt ein Gegentor. Innenverteidiger Hartmann bediente Patrick Scheder, Leihgabe aus der ersten Mannschaft, mustergültig. Scheder bugsierte das Leder in Klassemanier aus spitzem Winkel trocken in die Maschen. Als die Altstädter kurz nach dem Wechsel durch den völlig frei stehenden Menzel auf 2:0 erhöht hatten, war der Widerstand der Gäste gebrochen. Die Gastgeber waren nun haushoch überlegen und hätten das Ergebnis noch weiter in die Höhe schrauben können. Sie imponierten mit einer geschlossenen Teamleistung.

SpVgg Bayreuth II: Dressel – Prendke (62. Hampel), Gregorzewski, Michaelis, Nickel (73. Duensing), Menzel, Farkasovsky (71. Horwarth), Pöhlmann (79. Al Amoori), D. Scheder, Hartmann (78. Budemann), P. Scheder.

SR: Göller (Hirschaid); Zuschauer: 80.

Tore: 1:0 P. Scheder (27.), 2:0 Menzel (48.), 3:0 Pöhlmann (65. – Elfmeter), 4:0 Duensing (74.).

FC Waldstein – FSV Bayreuth 1:4 (1:0)

Nach einer Abtastphase übernahmen die Platzherren die Initiative und gingen in Minute 26 in Führung, als Vogel einen Ball in den Strafraum verlängerte und Ullmann das Spielgerät an Torwart Anton vorbeischieben konnte. Vogel hätte anschließend erhöhen müssen. In den Minuten vor der Pause kamen die Bayreuther wieder etwas auf, ohne jedoch eine nennenswerte Torchance zu generieren. Der zum zweiten Abschnitt verletzungsbedingt zwischen die FC-Pfosten gerückte Becher musste nach gut sechs Minuten hinter sich greifen, als der FSV mustergültig konterte und der schnelle Lunk mit einem halbhohen Heber einnetzte. Nachdem bei einer Ecke drei Waldsteiner nicht klären konnten, verwandelte Heim aus wenigen Metern zum 2:1. Nur vier Minuten später setzte Lunk noch einen drauf, als es wieder schnell über halblinks ging. Als FSV- Verteidiger Heim mit der Ampelkarte vom Feld geschickt wurde, scheiterte Walter mit einem schwach geschossenen Strafstoß an Anton. Spätestens als auch der Waldsteiner Sturm vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, war die Partie entschieden. Bayreuth entführte dank einer aggressiven Phase zu Beginn der zweiten Hälfte die drei Punkte, der Erfolg war insgesamt jedoch mehr als schmeichelhaft.

FSV Bayreuth: Anton – M. Launay, Heim, Debevc, Keil, Lerch (46. Schulze), Jacob, Urban (80. Tekelioglu), N. Launay, Lunk (84. Stricker), Heumann.

SR: Stapf (ASV Naisa); Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Ullmann (26.), 1:1 Lunk (52.), 1:2 Heim (61.), 1:3 Lunk (65.), 1:4 Heumann (90.+1).

Gelb-Rote Karten: Sturm (80.) / Heim (71.).

FC Trogen – Bavaria Waischenfeld 4:0 (3:0)

Trogen feierte einen hochverdienten Heimsieg, musste ihn aber teuer bezahlen. Yannick Gahn wurde vom Krankenwagen abgeholt – mit Verdacht auf Armbruch, nachdem er in Folge eines Luftzweikampfs unglücklich auf den Arm gefallen war. Ansonsten war Trogen von Beginn an die bessere Mannschaft, Torjäger Wülfert brachte sein Team per Doppelpack auf die Siegerstraße. Noch vor der Pause schraubte Fischer das Ergebnis auf 3:0, womit eine Vorentscheidung gefallen war. Nach dem Seitenwechsel war wie erwähnt kaum an Fußball zu denken, nachdem die Partie durch das Unglück von Gahn für zehn Minuten unterbrochen war. Als der Krankenwagen kam, schickten ihm seine Teamkameraden allerdings durch das 4:0 von Wülfert die besten Genesungswünsche hinterher.

Bavaria Waischenfeld: B. Schatz – Weichert (46. Braun), Meisel, Reh (46. Gold), J. Schatz, Beyer, Scherm, Meidenbauer, Schrüfer (46. Junk), Dinkel, Keller.

SR: Nacak (ATS Kulmbach); Zuschauer: 85.

Tore: 1:0, 2:0 Wülfert (17., 27.), 3:0 Fischer (41.), 4:0 Wülfert (68.).

SSV Kasendorf – FC Creußen 2:3 (1:1)

Nach der frühen Führung – nach einer Flanke von Schmittlein markierte Mullen per schöner Direktabnahme das 1:0 schon in Minute vier – waren die Platzherren die gesamte erste halbe Stunde das spielbestimmende Team, verpassten es aber über Ziegler und Mullen, den Vorsprung auszubauen. Als dann mit Buchta ein wichtiger Baustein in der Defensive des SSV ausfiel, kamen die Gäste besser in die Partie, Theisinger und Hagen konnten Cukaric allerdings noch nicht bezwingen. Fünf Minuten vor der Halbzeit war aber auch der beim Abschluss von B. Koch machtlose Kasendorfer Schlussmann zum ersten Mal geschlagen. In der letzten Aktion in Hälfte eins lenkte der starke Cukaric einen Schuss von FC-Kapitän la Faver nach sehenswerter Einzelaktion über die Latte. Wieder kamen die Platzherren besser aus der Kabine. Diesmal erzielte Ziegler das frühe Tor zur erneuten Führung, da er einen Tick früher an den Ball kam als Torwart Heinrich. Der SSV hatte weitere Möglichkeiten, bevor Hertel eine sehr fragwürdige Strafstoßentscheidung für die Gäste auszunutzen wusste. Als auch Chancen durch Pistor und Fuchs ungenutzt blieben, war es auf der anderen Seite la Faver, der einen Angriff seiner Farben souverän zu Ende brachte. Schlussendlich war es eine unnötige Niederlage für die Heimelf.

FC Creußen: Heinrich – Theisinger, Oberheidtmann, Feder (90. S. Koch), Hertel, B. Koch, Bauer, Hagen (61. Kohler), la Faver, Fricker, Riedel. SR: Bloß (FC Zell); Zuschauer: 140. Tore: 1:0 Mullen (4.), 1:1 B. Koch (41.), 2:1 Ziegler (47.), 2:2 Hertel (72. – Foulelfmeter), 2:3 la Faver (79.).

SV Mistelgau - SG Regnitzlosau 2:2 (2:2)

Nach zerfahrenem Beginn nutzte der Gast seine erste Gelegenheit: Stadelmann setzte sich stark in Szene und vollstreckte eiskalt. Der Gastgeber reagierte prompt, verzeichnete zwei gute Chancen durch Ganster und Heißenstein, ehe N. Boog nach einer starken Heißenstein-Vorarbeit zum 1:1 ausglich. Aufregend wurde es in der 27. Minute, als nach einem Volleyschuss von Heißenstein der Gästeschlussmann nur zweifelhaft vor der Linie parieren konnte. Die Führung gelang dann aber Krug, der eine Verwirrung im SG-Strafraum ausnutzte. Regnitzlosau agierte weiterhin mit langen Bällen auf die schnellen Spitzen, zum Ausglich aber benötigte der Gast einen unnötigen Foulelfmeter, den Stadelmann verwandelte. Nach der Pause verflachte die Partie. Beide Teams rieben sich in Mittelfeldzweikämpfen auf, wobei auch viele unkonzentrierte Zuspiele die Angriffe frühzeitig verpuffen ließen. So gab es für jedes Team nur noch eine klare Chance. Auf Mistelgauer Seite verzog Scherl nach einer scharfen Hereingabe von Ganster (66.), bei Regnitzlosau wurde der gefährlichste Stürmer Stadelmann gerade noch abgeblockt. Aufgrund der kämpferischen Leistungen beider Teams ist das Unentschieden gerecht.

SV Mistelgau: Friedrich – Bursian, Bernreuther, N. Boog, Schuster (45. Stadter), Heißenstein, Krug, Ganster (87. Lindner), Metzger, K. Boog, Scherl.

SR: Fuchs (Sassanfahrt); Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 N. Stadelmann (14.), 1:1 N. Boog (21.), 2:1 Krug (38.), 2:2 N. Stadelmann (45. – Foulelfmeter).

 

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