Waldbrand bei Kirchenlamitz Feueralarm mitten im Wald

Katrin Lyda

An der Grenze der Landkreise Wunsiedel und Hof steht bei Kirchenlamitz ein Waldstück in Flammen. Rund 120 Einsatzkräfte kämpfen unter erschwerten Bedingungen gegen das Feuer. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Rund 120 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Bergwacht, THW und dem Roten Kreuz, dazu ein Dutzend Landwirte mit Güllefässern aus der näheren Umgebung sowie Polizei tummelten sich am gestrigen Nachmittag im Wald an der Straße zwischen Kirchenlamitz und Benk. Gegen 13.30 Uhr war die Meldung über eine Rauchentwicklung im Wald an der Landkreisgrenze bei der Leitstelle eingegangen. Angesichts der aktuell großen Waldbrandgefahr rückten sofort die Wehren der Umgebung aus.

Der Brandherd befand sich mitten im Wald, in der Abteilung „Hetschlar“, an der Abraumhalde eines aufgelassenen Steinbruchs. „Wir mussten ihn erst einmal suchen, bevor wir überhaupt einen Plan fassen konnten, wie wir vorgehen. Wir sind dem Brandgeruch nachgegangen“, schildert der Feuerwehr-Einsatzleiter Sebastian Fabian aus Kirchenlamitz. Das habe Zeit gekostet. Dann wurde die Alarmstufe zu „Brand Wald“ erhöht, wie Kreisbrandrat Wieland Schletz mitteilt, der ebenfalls vor Ort war.

1000 Quadratmeter in Flammen

An der Halde des ehemaligen Grimms-Bruchs standen rund 1000 Quadratmeter in Flammen. Die Zufahrt über einen engen Schotterweg gestaltete sich für Tanklöschfahrzeuge schwierig. Landwirte aus der Umgebung, die mit Traktorgespannen und Güllefassern Löschwasser herbeibrachten, mussten in einem Rundkurs hinein und wieder wegfahren, weil Wenden und Gegenverkehr angesichts der beengten Verhältnisse nicht möglich war. An einer Weggabelung rund 600 Meter im Wald stellten die Einsatzkräfte einen Wasserbottich auf, aus dem sie das Löschwasser pumpten. Dennoch mussten sie noch mehrere hundert Meter Schlauch bis zur Brandstelle verlegen.

Löscharbeiten schwierig

Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst herausfordernd: Vom letzten Wegstück bis zur brennenden Halde ging es über unwegsamen Waldboden mit Gestrüpp und Geäst. Die Sonne knallte auf den ungeschützten Südwesthang. Die Schnelleinsatzgruppe des BRK Marktleuthen unter Leitung von Kevin Fischer versorgte die Einsatzkräfte mit Getränken.

Verletzte gab es keine. Kurz nach 15 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Die Fläche war mit Wasser großflächig benetzt. Um ganz sicher zu gehen, dass sich unter dem Geröll keine Glutnester befanden, hielt die Feuerwehr Dörflas Nachtwache.

 

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