Das Unglück ereignete sich um kurz vor 10 Uhr morgens Ortszeit. Wie die Los Angeles Times berichtet, sei der Hubschrauber am Rande der kalifornischen Stadt Calabasas abgestürzt. Wie die Stadt Calabasas bestätigt, starben Bryant und die anderen acht Insassen des Hubschraubers. Unter den Opfern befindet sich auch Bryants 13-jährige Tochter. Der Absturz hatte ein Buschfeuer ausgelöst, welches es den Rettungskräften erschwerte zur Absturzstelle vorzudringen. In Medienberichten ist von Nebel und schlechter Sicht als mögliche Absturzursache die Rede.

Die Nachricht über den Tod des 41-Jährigen Superstars erschütterte die Soprtwelt und auch darüber hinaus. Viele Weggefährten und ehemalige Gegenspieler Bryants trauern. "Beyond devastated ... my big brother ... I can't, I just can't believe it", schreibt Pau Gasol, ein langjähriger Teamkollege von Bryant, auf Twitter. Auch US-Präsident Trump und Basketball-Ikone Michael Jordan brachten ihre Trauer zum Ausdruck. Auf einem Mitschnitt des amerikanischen Fernsehsenders CBS ist zu sehen, wie Lakers-Superstar LeBron James, beim Hören der Nachricht, in Tränen ausbricht. Beim NBA-Spiel der Toronto Raptors gegen die San Antonio Spurs blieben alle Spieler auf dem Feld stehen und ließen die erste 24-Sekunden-Uhr des Spiels ablaufen - im Andecken an Bryants ikonische Rückennummer 24.

Bryant gilt als einer der besten Basketballer aller Zeiten. Er spielte von 1996 bis 2016 für die Los Angeles Lakers in nordamerikanischen NBA. Im goldenen Trikot der Lakers wurde Bryant 18 Mal Allstar, gewann 2008 den MVP-Award und wurde fünfmal NBA-Champion. In seinem letzten NBA-Spiel im Jahr 2016 erzielte er noch einmal 60 Punkte und verabschiedete sich mit den Worten: "Mamba out" - eine Geste, die sogar von damaligen US-Präsidenten Barack Obama nachgespielt wurde. Im Jahr 2018 gewann Bryant für den Kurzfilm "Dear Basketball" einen Oscar.

Im Staples Center von Los Angeles, in dem die Lakers ihre Heimspiele austragen, soll am Montag die Grammy-Verleihung stattfinden. Einige Lakers-Fans fordern nun, dass die Veranstaltung abgesagt wird. Das Staples Center sei schließlich 20 Jahre lang die "Heimat" des verstorbenen Superstars gewesen und zu singen und zu tanzen sei fehl am Platz.