Das sagen Mieter: Der Holzrahmen der Schwingtüren ist abgeplatzt. Hinten rechts stehen karge Bänke für eine Handvoll Wartender. Schüler, eine ältere Dame, ein Ehepaar. Daneben ein Fahrkartenautomat auf abgewetzten Bodenfliesen. Neben dem Haupteingang hat die Bahnhofsbuchhandlung geöffnet, wo es heißt: Die Kunden kommen wieder beruhigt hierher. Gegenüber ist der Ticketverkauf von Rail & Fly, kaum mehr als ein Provisorium. „Die Leute denken immer, wir sind teurer als der Ticketautomat. Das stimmt aber gar nicht“, sagt Abut Ceylan. „Wir leben schließlich vom Umsatz und nicht von der Auskunft.“ Neben der Agentur betreibt er mit seiner Frau noch einen kleinen Imbiss im Bahnhof. „Mir hat auch nie jemand was getan“, sagt Ceylan. „Schlimmer ist, wenn die Autofahrer über den Bahnhofsvorplatz brettern, um die Ampel zu umgehen.“