Anklage erhoben Mordfall Sophia L. soll in Bayreuth verhandelt werden

Der Fundort der Leiche von Sophia L. nahe der Autobahn bei Asparrena in Spanien. Foto: Jesus Andrade/El Correo/dpa

BAYREUTH. Im Mordfall Sophia L. hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth nun Anklage gegen einen Lkw-Fahrer erhoben. Er wird beschuldigt, die Tramperin ermordet zu haben. Das Landgericht Bayreuth, wo ein Prozess stattfinden würde, muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden.

Nach Ermittlungen der Polizei wollte die 28-jährige Studentin Sophia L. 14. Juni 2018 per Anhalter von Leipzig in Richtung Nürnberg trampen. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth schildert das Geschehen wie folgt: Hierzu stieg die Bambergerin an einer Tankstelle im sächsischen Schkeuditz in den Lastwagen eines später in Spanien festgenommenen Mannes. Die Leiche der Frau wurde ohne einen entsprechen den Hinweis des mutmaßlichen Täters eine Woche später im Norden Spaniens aufgefunden.

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Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat nunmehr gegen den im Jahr 1977 geborenen marokkanischen Lastwagenfahrer Anklage wegen Mordes an Sophia L. zum Landgericht Bayreuth erhoben. Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeschuldigten zur Last, Sophia L. zu einem nicht genau fest stellbaren Zeitpunkt nach dem 14. Juni 2018, 19.55 Uhr, angegriffen, in seine Gewalt gebracht und sie sodann getötet zu haben, um zuvor begangene Straftaten zu verdecken.

Verdächtiger stellt Tat anders dar

Der Angeschuldigte räumt den ihm vorgeworfenen Tathergang nach Aussage der Staatsanwaltschaft bisher nicht ein. Er behaupte vielmehr, Sophia L. im Rahmen einer Auseinandersetzung getötet zu haben. Beim Landgericht Bayreuth wird zunächst über die Zulassung der Anklage entschieden werden. Ein Termin für eine Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

 

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