Altstädter Transfercoups SpVgg holt Ex-Profi Washausen und Talent Danhof

Schon aufgrund seiner sportlichen Vita hat er das Zeug zum Leistungsträger: Jan Washausen war in der zurückliegenden Drittliga-Saison noch Kapitän des Halleschen FC. Foto: Imago Images/Karina Hessland

Ungeachtet der offenen Frage, wann die Saison in der Regionalliga Bayern überhaupt fortgesetzt werden kann, hat die SpVgg Bayreuth ihre Aufstiegsambitionen noch einmal deutlich unterstrichen. Kurz vor Ende der Transferperiode haben sich die Altstädter mit zwei derart namhaften Akteuren verstärkt, dass man diese Verpflichtungen durchaus auch als Kampfansage an die Konkurrenten verstehen kann, zumal mit dem 23-jährigen Tim Danhof ein Stammspieler des Liga-Konkurrenten FC Schweinfurt 05 auf die Jakobshöhe wechselt. Gar noch klangvoller ist der Name des zweiten Neuzugangs.

Bayreuth - Schließlich hat Jan Washausen, der ehemalige Kapitän des Drittligisten Hallescher FC, nicht nur 110 Drittliga-Einsätze vorzuweisen. Der Defensivspezialist absolvierte einst für Eintracht Braunschweig zwei Bundesliga- und 20 Zweitliga-Spiele.

Empfehlungen für eine Rolle als Leistungsträger bei den Gelb-Schwarzen sammelte der gebürtige Göttinger auch bei den Offenbacher Kickers, beim SV Elversberg und beim FSV Zwickau. Seit Sommer vergangenen Jahres, nach einem zweijährigen Engagement in Halle, war Washausen vereinslos – und er wurde somit zur Option für die SpVgg. „Wir sind stolz und froh, dass sich ein Spieler wie Jan Washausen für unseren Verein entscheidet“, wird Geschäftsführer Wolfgang Gruber in einer Vereinsmitteilung zitiert. „Er bringt genau das mit, was in unserem Kader noch gefehlt hat, und wird uns mit seiner Erfahrung und Ruhe enorm helfen.“

Washausen von den Bemühungen der SpVgg beeindruckt

Auch Washausen war „beeindruckt, wie sich die Verantwortlichen um mich bemüht haben. Ich bin überzeugt, dass der Wechsel nach Bayreuth für mich ein sehr guter Schritt ist“. An seiner neuen Wirkungsstätte will der 185 cm große Defensiv-Allrounder vor allem seine Erfahrung einbringen: „Ich denke, ich kann einer gut funktionierenden Mannschaft in Sachen Ruhe und Erfahrung Impulse geben, damit wir die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit treffen.“ Er brenne darauf, endlich wieder loslegen zu können: „Ich spiele gerne Fußball, und mir brennen die Füße. Ich habe richtig Lust auf die Aufgabe.“

Bei Tim Danhof ist das nicht anders. Ihn kennt SpVgg-Trainer Timo Rost aus vergangenen Zeiten bei der U21 der SpVgg Greuther Fürth. „Er ist ein technisch hochbegabter Spieler, der in der Offensive alle Positionen spielen kann“, spart Rost nicht mit Vorschusslorbeeren für den 182 cm großen Rechtsfuß. Nach zwei Regionalliga-Jahren beim Kleeblatt wechselte Danhof 2019, also vor der laufenden Saison, zum FC Schweinfurt 05. Dort stand er in 22 von 23 Partien auf dem Platz und wies mit je fünf Toren und Vorlagen die zweitmeisten Torbeteiligungen auf.

Danhof: „Super Gespräch mit dem Trainer.“

Überzeugt von Bayreuth habe den gebürtigen Erlanger das Gespräch mit dem Trainer: „Es war einfach super, wie er sich um mich bemüht hat, außerdem kann ich mich voll mit seiner Spielphilosophie identifizieren. Es ist einfach faszinierend, was in Bayreuth in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde, und ich freue mich, jetzt ein Teil davon zu sein“, sagt Danhof.

 
 

Bilder