Abluftanlage brennt Großeinsatz bei Scherdel in Marktredwitz

Alexandra Hautmann
Mehrere Atemschutzträger kontrollierten den Brandherd und untersuchten ihn auch mit einer Wärmebildkamera. Foto: Alexandra Hautmann

Mehrere Atemschutzträger kontrollierten den Brandherd und untersuchten ihn auch mit einer Wärmebildkamera.

Dienstagmorgen. „Brand in einem Industriebetrieb!“ So lautete die bedrohliche Alarmierung in der Leitstelle um Punkt 8 Uhr. Sofort rücken sieben Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren mit Blaulicht und Martinshorn aus, zwei BRK-Rettungswagen, die Polizei und das Technische Hilfswerk sind gleichzeitig mitten im Berufsverkehr durch das Stadtgebiet von Marktredwitz unterwegs. Sie alle steuern das Scherdel-Betriebsgelände im Ortsteil Leutendorf an.

Was ist passiert? In der Abluftanlage einer Maschine, die Öl thermisch aufbereitet war ein Feuer ausgebrochen. „Als wir ankamen, hatten die Mitarbeiter das Feuer aber bereits mit einem Feuerlöscher gelöscht“, erklärt Einsatzleiter und Kommandant Maximilian Seiler. Die betroffenen Mitarbeiter seien für eine solche Situation bereits geschult worden und haben optimal reagiert.

Auch alle anderen Mitarbeiter standen im Freien vor dem Werk als die Rettungskräfte anrückten, denn die Firma hatte die Gebäude bereits evakuiert. Obwohl das Feuer gelöscht war, schickte Seiler Atemschutzträger zum Brandherd, um die Situation einschätzen zu können. „Mit einer Wärmebildkamera haben wir die Rohrleitungen kontrolliert, um auszuschließen, dass das Feuer noch nicht komplett gelöscht ist“, erklärt Seiler im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch alles gut. Sailer gibt Entwarnung. Alle Helfer können wieder abrücken.

Manche denken sich jetzt vielleicht: So viele Rettungskräfte unterwegs für fast nichts? Sailer erklärt das so. Bei den Leitstellen gibt es bestimmte Schlag-Stichwort-Kataloge, die festlegen, in welchem Umfang alarmiert wird. Denn im Notfall muss es immer schnell gehen und die Feuerwehr muss erst einmal mit dem Schlimmsten rechnen. Und ein Brand in einem Industriebetrieb erfordert möglicherweise einen relativ großen Einsatz.

Neben der Feuerwehr Marktredwitz, waren auch Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Waldershof, Thölau und Pfaffenreuth vor Ort, um zu helfen.

 

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