Einzige Einschränkung für die Patienten: Starke Magnetfelder, wie sie zum Beispiel aufgrund elektromagnetischer Interferenzen bei manchen Schweißgeräten auftreten können, sollten unbedingt gemieden werden. Eine Ausnahme bieten neuere Herzschrittmachermodelle, die zumindest im Magnetfeld eines Kernspins verwendet werden können, aber hierfür im Vorfeld entsprechend umprogrammiert werden müssen.
Das tägliche Leben, die meisten Sportarten und andere Hobbys werden nicht beeinträchtigt, solange man sich nach dem Eingriff an die Ruhephase und ärztlichen Vorschriften hält. Um Unsicherheiten im täglichen Leben oder bei sportlicher Aktivität zu vermeiden, sollte der Patient über diese Dinge ausführlich mit seinem Kardiologen sprechen. „Beim Tauchen ist es zum Beispiel so, dass man prüfen muss, wie viel Druck das Schrittmacheraggregat aushält.“, sagt Stumpf. „Allerdings ist beim Tauchen meistens die Grunderkrankung das Problem und nicht das Gerät.“
Alternativen zu einem Herzschrittmacher gibt es bis heute nicht. Medikamente helfen meist nur kurzfristig zur Überbrückung bis der Patient operiert werden kann. „Viele Patienten haben natürlich einen hohen Leidensdruck, wenn sie regelmäßig Aussetzer haben und dadurch sogar bewusstlos werden“, sagt Stumpf. Für sie sei der Schrittmacher ein großer Segen.
Herzschrittmacher
Vor 60 Jahren wurde der erste komplett im Körper liegende Herzschrittmacher eingesetzt; bereits in den 30er Jahren wurde der erste Herzschrittmacher entwickelt. Dieser wog allerdings über sieben Kilogramm und musste alle sechs Minuten neu aufgeladen werden. 1958 war das von Ake Senning und Rune Elmquist entwickelte Gerät schon deutlich kleiner, etwa so groß wie eine Schuhkremdose. Jedoch musste es zu dieser Zeit aufgrund der Größe noch im Bauchraum eingesetzt werden.