Im Gefängnis macht K. ein überraschendes zweites Geständnis: Elf Jahre zuvor hat er auf dem Nachhauseweg von der Kneipe Melanie P. ebenfalls vergewaltigen wollen. Er sei der gesuchte Mörder. Die Bayreuther Schwurgerichtskammer verurteilt ihn für die beiden Bluttaten zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.
Eine kleine Tafel erinnert an Melanie
Am Tatort in Kulmbach steht viele Jahre lang ein kleines hölzernes Kreuz mit dem Namen der Ermordeten und erinnert an das Verbrechen. Auch Blumen und Grablichter sind dort zu finden. Heute ist nur noch eine Gedenktafel aufgestellt.
Sie stammt von der damaligen Klasse 9b der Max-Hundt-Schule. Einen Steinwurf entfernt ist Melanie zur Schule gegangen. Wer den kleinen Weg unmittelbar neben der vielbefahrenen B 85 geht, den beschleicht immer noch ein mulmiges Gefühl. Der Mord bleibt unbegreiflich.