Wunsiedel/Bayreuth - Doppelt hält besser – das denken sich auch die Verantwortlichen des Naturparks Fichtelgebirge. Denn fortan wird es zwei gleichberechtigte Vorsitzende geben. Einer von ihnen ist der Wunsiedler Landrat Peter Berek (CSU), der andere der Bayreuther Landrat Florian Wiedemann (Freie Wähler). Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamtes Bayreuth hervor.

Im Naturpark Fichtelgebirge hatte demnach bislang der frühere Landrat Karl Döhler (CSU) den Vorsitz, sein Bayreuther Pendant Hermann Hübner (CSU) war als zweiter Vorsitzender der Stellvertreter. Im Sinne noch besserer und engerer Zusammenarbeit haben sich die Landkreise laut Mitteilung nun entschieden, die Struktur zu ändern und gleichberechtigt an der Spitze des Naturparks zu agieren. Im Jahr 2021 gelte es, eine Vielzahl von Projekten anzupacken.

Berek und Wiedemann kamen nicht, wie normalerweise üblich, in einer Präsenzsitzung zum neuen Amt. In Zeiten der Corona-Pandemie musste ein anderer Weg beschritten werden – und so schaltete sich der Vorstand Ende 2020 in einer Videokonferenz zusammen, um dem neuen Führungsduo den Weg zu ebnen. Nun stimmten auch die Naturpark-Mitglieder für die neue Doppelspitze.

Landrat Florian Wiedemann sagt zu seiner neuen Tätigkeit im Naturpark Fichtelgebirge: „Ich freue mich sehr, dass wir uns im Naturpark Fichtelgebirge neu aufgestellt haben. ‚Gemeinsam‘ ist hier das Schlüsselwort. Denn gemeinsam möchten wir im Naturpark eine Vielzahl von Projekten realisieren. Mit zwei gleichberechtigten Vorsitzenden zeigen wir, dass wir näher zusammenrücken und künftig noch stärker an einem Strang ziehen wollen. Das wird uns helfen, die Dinge noch schneller umzusetzen.“

Der Wunsiedler Landrat Peter Berek erklärt: „Ein Großteil des Naturraums Fichtelgebirge liegt in unseren beiden Landkreisen. Bei dem gemeinsamen Vorsitz im Naturpark Fichtelgebirge geht es Florian Wiedemann und mir nicht um irgendwelches Kompetenzgerangel, sondern vielmehr darum, unser enges Miteinander auch zu manifestieren. Wir alle wollen das Fichtelgebirge denken und leben – bei der gemeinsamen Führung des Naturparkes geht es um nicht mehr und nicht weniger.“