Zwei Deutsche unter Toten bei Busunglück

Auch zwei Deutsche Studentinnen sind unter den 13 Todesopfern des verheerenden Unfalls zwischen Valencia und Barcelona. Hinweise, dass auch Bayreuther Studenten bei dem Unfall ums Leben kamen, gibt es bislang nicht.

13 Menschen haben bei dem Busunglück ihr Leben gelassen. Foto: dpa Foto: red

Zwar unterhält auch die Uni Bayreuth einen Erasmus-Austausch mit der Universität von Barcelona, wo die verunglückten Frauen und Männer studierten, jedoch: "Die Wahrscheinlichkeit, dass im Monat März dort Studenten von uns sind, ist sehr gering", teilt die Uni auf Nachfrag mit. Auch sei bislang weder eine entsprechende Meldung des Auswärtigen Amtes noch von Eltern eingegangen.

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Wie der katalanische Innenminister Jordi Jané am Montag mitteilte, waren bei dem Unfall in der Nähe von Tarragona zwei Deutsche, sieben Italienerinnen sowie je eine Studentin aus Rumänien, Frankreich, Österreich und Usbekistan getötet worden. Die Opfer seien zwischen 19 und 25 Jahre alt gewesen, sagte der Minister dem Hörfunksender Catalunya Ràdio.

Von deutscher Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es jedoch: «Nach allen uns bisher vorliegenden Informationen können wir nicht ausschließen, dass unter den Todesopfern auch deutsche Staatsangehörige sind.» Bei dem Unglück wurden auch zwei Deutsche verletzt. Sie befinden sich jedoch außer Lebensgefahr.

Der Bus war am frühen Sonntagmorgen auf der Autobahn auf die Gegenfahrbahn geraten, mit einem anderen Fahrzeug zusammengeprallt und umgestürzt. Dutzende Insassen wurden verletzt. An Bord hatten sich 60 Studenten aus mehreren Ländern befunden, die ein Volksfest in Valencia besucht hatten und sich auf der Rückreise nach Barcelona befanden.

Alles deute darauf hin, dass menschliches Versagen des Fahrers die Ursache des Unglücks sei, sagte Jané. Die Zeitung «El País» berichtete, vermutlich sei der Fahrer am Steuer eingenickt. Der Busfahrer sollte am Montag von einem Ermittlungsrichter als Beschuldigter vernommen werden. Wie die Justizbehörden mitteilten, musste das Verhör jedoch verschoben werden, weil der Fahrer wegen einer Lungenprellung weiter im Krankenhaus behandelt wurde.

Die Polizei legte ihm nach Informationen des staatlichen Rundfunks RNE fahrlässige Tötung in 13 Fällen zur Last. Bei seiner Vernehmung durch die Polizei habe er am Sonntag von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch gemacht, berichtete der Sender.

Italien reagierte bestürzt auf die Nachricht vom Tod der Studentinnen bei dem Unfall. Ministerpräsident Matteo Renzi schrieb auf Twitter: «Ein zersplittertes Herz wegen der italienischen Opfer und der anderen zerstörten jungen Leben bei dem Unfall in Spanien.» Außenminister Paolo Gentiloni erklärte: «Eine schreckliche Bilanz des Verkehrsunfalls in Katalonien. Ich schließe mich dem Schmerz der Familien an.»

In Katalonien hatte die Regionalregierung eine offizielle Trauer von zwei Tagen angeordnet. Die Flaggen in der Region wehten am Montag auf halbmast. Spaniens König Felipe VI. legte beim Besuch einer Polizeieinheit in der Nähe von Madrid eine Schweigeminute für die Opfer ein.

dpa/red