Zum zweiten Mal Bayreuth bleibt Fairtrade-Stadt

Bayreuth erhält die Auszeichnung für zwei Jahre. Grundlage sind die Zusammenarbeit vieler lokaler Akteure,nachhaltiger Angebote im Handel und Aktionen.

Oberbürgermeister Andreas Zippel, das Team des Weltladens und Mitglieder der Bayreuther Steuerungsgruppe Fairtrade-Town feierten am Weltladentag die Titelerneuerung Bayreuths als Fairtrade-Town. Foto: Stadt Bayreuth

Die Stadt Bayreuth darf sich auch in den kommenden zwei Jahren weiterhin „Fairtrade-Stadt“ nennen. Die Auszeichnung wurde nun erneut vom Verein Fairtrade Deutschland bestätigt. Damit gehört Bayreuth weiter zu einem internationalen Netzwerk von Städten und Gemeinden, die sich für bessere Handelsbedingungen und nachhaltigen Konsum einsetzen.

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Oberbürgermeister Andreas Zippel sieht die erneute Anerkennung als Bestätigung für das Engagement vieler Beteiligter in der Stadt. Nach seinen Worten arbeiteten Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Universität, Kirchen und Zivilgesellschaft eng zusammen, um das Thema dauerhaft sichtbar zu halten. Die Auszeichnung zeige, dass nachhaltiger Handel in Bayreuth inzwischen fest verankert sei, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

Weltladen seit vielen Jahren aktiv

Besonders sichtbar wurde das am vergangenen Samstag beim bundesweiten Weltladen-Tag. Im Weltladen Bayreuth in der Ludwigsstraße drehte sich unter dem Motto „FAIR fruchtet“ alles um biologisch angebaute Früchte aus nachhaltigem Handel.

Mit einem „FAIRkostungs-Büffet“ wurde der Laden zum Treffpunkt in der Fußgängerzone. Besucher konnten verschiedene Produkte probieren und sich über Herkunft, Anbau und Handelsbedingungen informieren.

Stephanie Hund vom Weltladen bezeichnet die Verlängerung des Titels als Ansporn für weiteres Engagement. Der Weltladen selbst ist bereits seit den 1980er Jahren in Bayreuth aktiv und zählt damit zu den langjährigen Einrichtungen, die sich mit nachhaltigem Konsum und globaler Verantwortung beschäftigen.

Zum zweiten mal Ausgezeichnet

Erstmals ausgezeichnet worden war Bayreuth vor zwei Jahren. Voraussetzung dafür war die Erfüllung mehrerer Kriterien. So muss unter anderem ein Beschluss des Stadtrats zur Unterstützung nachhaltigen Handels vorliegen. Außerdem braucht es eine Steuerungsgruppe, die Aktionen und Projekte koordiniert.

Produkte aus verantwortungsbewusstem Handel müssen in Geschäften und gastronomischen Betrieben angeboten werden. Hinzu kommen Bildungsangebote und regelmäßige Berichterstattung in lokalen Medien. Auch im Rathaus und bei offiziellen Terminen werden entsprechende Produkte verwendet – etwa Kaffee.

Die Auszeichnung wird regelmäßig überprüft und jeweils nur für zwei Jahre vergeben. Städte müssen deshalb dauerhaft nachweisen, dass sie die Anforderungen weiterhin erfüllen.