Zum Verfolgerduell Altstädter mit breiter Brust nach Nürnberg

Einen Dreierpack schnürte der Altstädter Ivan Knezevic (links) zuletzt beim 7:2 gegen den FV Illertissen, in dieser Szene erzielte er das 3:1. Ob der 26-Jährige auch am Samstag im Gastspiel bei seinem Ex-Klub 1. FC Nürnberg II zuschlagen kann? Foto: Peter Kolb

FUSSBALL. Es wird das Verfolgerduell des siebten Spieltags in der Regionalliga Bayern, wenn die sechstplatzierte SpVgg Bayreuth am Samstag um 14 Uhr ihre Visitenkarte im Sportpark Valznerweiher beim Tabellenzweiten 1. FC Nürnberg II abgibt. Ein Duell, auf das sich der Altstädter Trainer Timo Rost riesig freut: „Das ist ein besonderes Spiel!“

Nicht zuletzt, weil der 40-Jährige selbst eine Club-Vergangenheit mitbringt (zwischen 1991 und 1998 trug er die rot-schwarzen Farben), sondern auch, weil gleich sechs Altstädter Spieler auch schon ins FCN-Trikot schlüpften. Ivan Knezevic, Patrick Weimar, Tobias Weber, Christopher Kracun, Anton Makarenko und Steffen Eder kehren ebenfalls an eine ihrer alten Wirkungsstätten zurück.

Die Motivation und auch das Selbstbewusstsein auf Bayreuther Seite ist nach dem 7:2-Erfolg gegen den FV Illertissen entsprechend hoch: „Wir fahren nach Nürnberg mit breiter Brust und wollen dort gewinnen“, sagt Trainer Rost und schiebt gleich nach: „Aber wir wissen auch, dass es dort brutal schwer wird.“

Club verliert erstmals

Vor allem nach der ersten Saisonniederlage, die der kleine Club am vergangenen Wochenende hinnehmen musste. Gegen den nächsten Altstädter Gast, TSV 1860 Rosenheim (Freitag, 23. August, 18.15 Uhr), musste sich die Truppe von Marek Mintal, dem Nürnberger „Phantom“ früherer Bundesliga-Jahre, mit 1:3 geschlagen geben.

Dabei hatten die damals noch an der Tabellenspitze stehenden Mittelfranken vielversprechend begonnen, lagen durch einen Treffer von Lukas Schleimer in Front (18.). Doch ließen sich die Oberbayern nicht beeindrucken, sondern hielten dagegen. Luftetar Mushkolaj schnürte noch vor der Pause einen Doppelpack (32. und 39.), nach dem Wechsel blieben die Innstädter hellwach und vor dem Gehäuse effektiv.

Mushkolaj sorgte mit seinem dritten Tor nach einem Konter für die Vorentscheidung (73.). Zu allem Überfluss fing sich Schleimer auch noch eine Ampelkarte ein und ist heute Nachmittag zum Zuschauen verurteilt.

"Guter Matchplan" gegen Nürnberger

Die Altstädter wissen den klaren Erfolg gegen Illertissen richtig einzuordnen. „Wenn wir nach dem 1:1 einen Gegentreffer kriegen, kann die ganze Partie kippen“, erinnerte Rost an die beste Phase der Allgäuer ab der 15. Minute . „Das war die stärkste Mannschaft vom Positionsspiel bisher. Sie haben sich unglaublich gut bewegt, der Ball ist unglaublich gut gelaufen und sie hatten uns zehn, 15 Minuten wirklich im Griff.“ Doch diese Phase überstand man schadlos und stellte mit vier Toren binnen neun Minuten vor der Pause die Weichen.

„Wie die Mannschaft gegen den Ball gearbeitet und dann in die Spitze gespielt hat, war sehr, sehr stark. So stellen wir uns das vor. Aber wir bewerten das Ergebnis nicht über, es war wieder ein Schritt nach vorne.“ Und für das Gastspiel bei den Nürnbergern hat sich das SpVgg-Trainerteam einen „guten Matchplan“ zurecht gelegt.

Koussou fällt gesamten August aus

Personell kann Rost aus dem Vollen schöpfen. Lediglich der vom TSV 1860 München gekommene Neuzugang Kodjovi Koussou fällt wegen eines Bänderisses aus und wird wohl den gesamten August über die Rolle des Zuschauers nicht hinauskommen. Ein Fragezeichen steht auch noch hinter dem Einsatz von Steffen Eder, der über muskuläre Probleme klagt.

 

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