Eines vorweg: Der Wunsiedler Bürgermeister Nicolas Lahovnik und Stadtwerke-Chef Marco Krasser sind klar für die Strompreisbremse. „Je eher sie kommt, desto besser. Eigentlich müsste sie längst eingeführt sein, die Bürger benötigen dringend Entlastung“, so der Bürgermeister. Die Ampelregierung hat in ihrem Gesetzentwurf, der bereits in den kommenden Tagen die erste parlamentarische Hürde nehmen soll, allerdings noch so einiges mehr als die Strompreisbremse gepackt. Mit dramatischen Folgen für den noch am 19. Oktober bei der Verleihung des bayerischen Umweltpreises ausgezeichneten Wunsiedler Weg: Gut möglich, dass in Zukunft die dezentrale Produktion klimafreundlicher Energie nicht mehr rentabel ist – zumindest wenn diese für günstigen lokalen Strom verwendet werden soll. Gut möglich auch, dass die am 14. September von Ministerpräsident Markus Söder eingeweihte Elektrolyse in ernsthafte Schwierigkeiten gerät und womöglich vor dem Aus steht, sollte das Gesetz tatsächlich im Wortlaut des Entwurfs umgesetzt werden. Lahovnik: „Jetzt steht alles auf dem Spiel, das gesamte Funktionieren einer lokalen, dezentralen und klimaneutralen Energieversorgung“.
Wunsiedel Gesetz gefährdet Energiekonzept
Matthias Bäumler 24.11.2022 - 18:17 Uhr