Treffen mit Katharina Wagner
Doch Stefan Keßler hat noch mehr in sein Überraschungspaket gepackt. Am zweiten Tag wird Anke Karin Krieg vor dem Portal von Katharina Wagners Assistenz ins Büro der Festspielleiterin geleitet. Eine halbe Stunde lang war Zeit für ein intensives Gespräch mit Katharina Wagner. „Das war großartig. Ich habe sie sehr unprätentiös und nahbar erlebt“, berichtet Anke Karin Krieg. Und sie habe auch mit ihrer Kritik an der KI-generierten Ring-Aufführung nicht hinter dem Berg gehalten. Es sei ein willkürlich zusammengetragenes Sammelsurium aus 150 Jahren Festspielzeit gewesen. „Da haben Nerds eine konzertante Aufführung mit einer stets wandelnden Bilderwelt versehen, wie Schrauben, Werkzeuge, die Olympischen Ringe, aber auch Fotos von Hitler oder Kennedy. Das alles hat nur abgelenkt vom eigentlichen Geschehen.“ Ganz besonders ärgerlich fand Anke Karin Krieg die „lächerlichen Kostüme“, in die man die Sängerinnen gesteckt habe, und da habe selbst Katharina Wagner ihr zugestimmt. Es sei ein gutes Gespräch gewesen, resümiert die Berlinerin, auch mit persönlichen Inhalten, die sie aber lieber für sich behalten möchte. Fotos dürfen keine gemacht werden, „und Katharina Wagner dann um ein Selfie zu bitten, das war mir dann doch zu blöd“.