Wohnpark in der Adolf-Kolping-Straße in Auerbach „Davon können alle profitieren“

Der geplante Wohnpark an der Adolf-Kolping-Straße wird nicht so wuchtig wie von vielen Bürgern befürchtet. Mit einem Obergeschoß und einem flach geneigten Dach haben die drei Häuser 7,70 Meter Firsthöhe. ⋌Entwurf: HD Bau GmbH Quelle: Unbekannt

AUERBACH. Seit Mitte November sammelt eine Bürgerinitiative (BI) Unterschriften gegen den geplanten Wohnpark in der Adolf-Kolping-Straße. Bauherr Dieter Hofmann sagt, dass die neuen Häuser nicht größer sein werden als der Bestand.

Geplant sind drei Gebäude, die jeweils aus zwei miteinander verbundenen Häusern bestehen. Diese sind mit einem offenen, überdachten Innenhof verbunden. Im Zwischenbau befinde sich der Aufzug. „Die Häuser haben zwei Geschoße und ein flach geneigtes Dach und passen sich mit 6,30 Metern Traufhöhe und 7,70 Metern Firsthöhe der vorhandenen Bebauung an“, sagt Hofmann. Es werden rund 20 barrierefreie Wohneinheiten mit 53 bis 107 Quadratmetern Fläche sowie 23 Stellplätze geschaffen.

Energieeffiziente Häuser

Eine Biomasse-Heizung mit Holzpellets versorgt die drei energieeffizient gebauten Häuser künftig mit Nahwärme. Im mittleren Gebäude möchte der Investor einen Gemeinschaftsraum unterbringen. Auch möchte die HD GmbH eine Sozialstation oder ähnliche Dienstleistungen in das Projekt einbinden. „Wir stehen dazu in Verhandlungen.“

Gute Argumente

Dieter Hofmanns Hoffnung ist ein echtes Mehrgenerationenhaus, in dem sich eine Nachbarschaft entwickelt, von der alle profitieren können. Ältere Bewohner könnten beispielsweise auf Kinder aufpassen, während jüngere Leute für die Senioren einkaufen. Die Initiative für das Vorhaben ging von der HD Bau Bauträger GmbH aus. Diese beschäftigt alleine in Michelfeld 65 Frauen und Männer. An allen Standorten zusammen sind es 114 Mitarbeiter, sagt der Geschäftsführer. Für das Unternehmen habe es gute Argumente für eine Wohnanlage in der Adolf-Kolping-Straße gegeben. „Der Freistaat fordert die Kommunen ganz gezielt zu Flächensparen und Nachverdichten auf. Deshalb ist das Gelände ideal“, betont Dieter Hofmann.

Kein Betonklotz

Er habe den Eindruck, dass durch die persönlichen Befindlichkeiten einiger Anwohner versucht werde, eine für die Stadt und die Bürger grundsätzlich gute Sache schlecht zu machen. Wer den Entwurf objektiv betrachte, werde feststellen, dass es sich beim Neubau um keinen Betonklotz handle, sondern um eine der Umgebung angepasste Bebauung. „Übrigens wäre eine Bebauung mit drei oder vier Geschossen wirtschaftlicher. Wir haben darauf bewusst verzichtet.“

Bedarf ist da

Dass in Auerbach der Bedarf an Eigentumswohnungen gegeben ist, bestätigen dem Investor die schon jetzt vorliegenden Nachfragen. Wegen der Nähe zur Innenstadt und die ruhige Wohnlage seien diese Wohnungen hochattraktiv. Voraussichtlich entstehen rund 20 Wohnungen. Das hängt laut Hofmann von der Nachfrage ab. Werden viele Single-Wohneinheiten gefragt, werden es mehr Wohnungen. Vor den Gebäuden gibt es 23 Stellplätze. Die städtischen Vorgaben sehen einen Stellplatz pro Wohneinheit vor.

Zu wenig Platz?

Die Anwohner haben Bedenken, dass zu wenig Platz für die Autos von Friedhofsbesuchern übrig bleibt. Bei kirchlichen Anlässen können weiterhin Autos in der Adolf-Kolping-Straße parken, sagt der HD-Geschäftsführer dazu. Allerdings dürfen die Zufahrten zu den Stellflächen der Wohnanlage nicht versperrt werden. Dadurch gebe es unter dem Strich zehn bis zwölf Parkmöglichkeiten weniger.

Ausreichend Grün

Auch wenn die zehn Linden gefällt werden müssen, sei ausreichend Grün im Wohnpark auch im Interesse des Bauträgers. Gepflanzt werden neun Bäume sowie eine Grünzeile zwischen der Wohnanlage und den Gärten, so Hofmann. Vor möglichem Schutt im Untergrund hat der Michelfelder Geschäftsmann keine Angst. „Wir werden vor Baubeginn ein Bodengutachten machen, wie es üblich ist.“

 

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