Wochenend-Magazin „Große Skandale hat nie die WADA aufgedeckt"

Prof. Walter Schmidt, der an der Universität Bayreuth lange zu Doping geforscht hat, sieht auch diesmal wenig Aussicht auf „saubere“ Spiele. Foto: Uni Bayreuth

Prof. Walter Schmidt hat mit seiner Forschung an der Universität Bayreuth jahrzehntelang zum internationalen Kampf gegen Dopingsünder beigetragen. Herr Schmidt, wie stehen die Chancen, dass wir in Paris Olympische Spiele ohne Doping erleben?

 
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„Da bin ich pessimistisch. Schon 2008 und 2012 sollten die saubersten Spiele aller Zeiten sein, und es gab da ja während der Spiele nur einen beziehungsweise fünf Dopingfälle. Aufgrund von Nachtests sind dann aber fast 100 Medaillen wieder aberkannt worden. Vereinzelt sind sogar immer noch Verfahren aus dieser Zeit im Gange. Trotzdem hat sich IOC-Präsident Thomas Bach damals hingestellt und gesagt, es seien die saubersten Spiele aller Zeiten. Nicht zuletzt meine großartigen Kollegen in Köln, mit denen ich des Öfteren zusammengearbeitet habe, konnten mit neueren Verfahren noch Dopingfälle von Sportlern aufdecken, die sich sicher gefühlt hatten – sechs oder acht Jahre später.“

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