Wirtschaftsministerium Bayern fordert deutsches Wasserstoffnetz bis 2025

Bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im Stadtsaal Klösterle. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

Der Ausbau des Wasserstoffnetzes in Deutschland muss nach Ansicht von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger deutlich schneller erfolgen als vom Bund bisher geplant. "Wir müssen bis 2025, nicht erst 2032, ein deutsches Startnetz mit europäischer Anbindung für Wasserstoff festlegen und umsetzen.

München (dpa/lby) - Der Ausbau des Wasserstoffnetzes in Deutschland muss nach Ansicht von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger deutlich schneller erfolgen als vom Bund bisher geplant. "Wir müssen bis 2025, nicht erst 2032, ein deutsches Startnetz mit europäischer Anbindung für Wasserstoff festlegen und umsetzen. Das ist technisch möglich wenn die Politik will", sagte der Freie-Wähler-Chef der Deutschen Presse-Agentur in München.

Deutschland habe keine zehn Jahre mehr Zeit, das Netz auszubauen, mit dem Wasserstoff verteilt werden könne, so Aiwanger. Letztlich sei es aber auch gar nicht notwendig: "Das bestehende Erdgasnetz kann überwiegend parallel zum Erdgas auch Wasserstoff transportieren, wenn die Bundesregierung und die EU das erlauben. Es ist völlig unsinnig, weiterhin zu verbieten, dass die jetzigen Betreiber der Erdgasnetze künftig auch die Wasserstoffnetze betreiben dürfen."

Parallel zur Freischaltung und Ertüchtigung der Erdgasnetze für Wasserstoff arbeite Bayern an einem dezentralen Konzept zur Eigenerzeugung von Wasserstoff, so Aiwanger. In jedem bayerischen Landkreis solle ein Elektrolyseur errichtet werden, um den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft vor Ort zu beschleunigen und den wachsenden Bedarf an grünem Wasserstoff decken zu können. "Wir brauchen standardisierte Modelle, die dadurch kostengünstiger werden können. Außerdem müssen Genehmigungsverfahren für solche baugleichen Anlagen vereinheitlicht werden. Das spart viele Monate Zeit."

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