Wirtschaftsjunioren Bayreuther wird Bundesvorsitzender

Ein erleichterter Sebastian Döberl nach seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden der Wirtschaftsjunioren. Foto: WJD/Markus Quabach

BAYREUTH/WUPPERTAL. Es ist alles glatt gegangen: Der Bayreuther Sebastian Döberl ist am Samstagabend auf der Bundeskonferenz der Wirtschaftsjunioren zum Bundesvorsitzenden für das kommende Jahr gewählt worden. Er bekam 96 Prozent der Stimmen und tritt am 1. Januar die Nachfolge des Bonners Florian Gloßner an.

Normalerweise ist es bei den Wirtschaftsjunioren, die rund 10.000 Unternehmer und Führungskräfte bis 40 Jahre als Mitglieder haben, ganz normal, dass der bisherige stellvertretende Vorsitzende dann auch zum Chef gewählt wird. „Trotzdem waren wir aufgeregt“, sagte Döberl gestern dem Kurier und meint damit sein ganzes Team. Es wurde mit dem 34-Jährigen gewählt, der Prokurist bei Eisen Bauer in Bayreuth ist.

Intensive Fragerunde

Vor der Wahl habe es eine intensive Fragerunde mit den 95 Delegierten gegeben, bei der durchaus auch kontrovers diskutiert worden sei. „Aber wir sind mit unseren Ideen gut angekommen, zeigt das Wahlergebnis“, sagte Döberl auch ein bisschen erleichtert.

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So richtig los geht es dann im kommenden Jahr, das für ihn sehr intensiv werde. Mit bis zu 180 Terminen in ganz Deutschland und deshalb Zehntausenden Autobahnkilometern rechnet Döberl. Außerdem habe man als Bundesvorsitzender Führungsverantwortung für gut 25 Leute und ein Budget von rund einer Million Euro. „Man führt nebenbei noch eine Firma“, sagte Döberl im Kurier-Gespräch vor einiger Zeit und sprach von einem zweiten 40-Stunden-Job – alles mit seinem Arbeitgeber und seiner Frau abgesprochen.

Mehrere Schwerpunkte

Unter dem Jahresthema „Zusammen. Zukunft. Unternehmen“ will Döberl im kommenden Jahr unter anderem eine Verdichtung der Zusammenarbeit der regionalen Wirtschaftsjuniorenkreise und Landesverbände mit dem Bundesverband vorantreiben. Außerdem stehe die Auseinandersetzung mit der neuen Art zu arbeiten an. „New Work“ halte Chancen wie Herausforderungen für junge Unternehmer und Führungskräfte bereit und stelle die Potenzialentfaltung des einzelnen Menschen in den Mittelpunkt – wobei auch die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben nicht zu kurz kommen dürfe. Weitere Schwerpunkte von Döberls Amtszeit sollen die Fachkräftesicherung und die positive Verankerung des Unternehmertums in der Gesellschaft sein. Als Repräsentant der jungen Wirtschaft sähen sich die Wirtschaftsjunioren mit in der Verantwortung für das öffentliche Unternehmerbild.

 

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