Am Abend des 3. März 2002 brach für den Fürther Oberbürgermeister Wilhelm Wenning, CSU, eine Welt zusammen. Nach sechs Jahren im Amt wurde er abgewählt und musste im Rathaus den OB-Sessel für seinen SPD-Gegenkandidaten räumen. "Es war die bitterste Enttäuschung meines Lebens - ich habe lang daran gekaut", erinnert er sich im Rückblick an dieses Debakel. Damals konnte Wenning nicht ahnen, dass - wie so oft im Leben - die Niederlage ein Glücksfall war. "Sonst säße ich heute nicht hier", sagt er - und meint damit den noblen Präsidententrakt im schlossartigen Gebäude der Regierung von Oberfranken im Zentrum Bayreuths.
Wirtschaft Verlorene Wahl war ein Glücksfall
Von Gert Böhm 21.01.2015 - 00:00 Uhr